Kreative Parteifinanzierung

Geht mal hin zu einem Politiker und lasst so ganz nebenbei das Wort “Parteifinanzierung” fallen. Folgende physischen Veränderungen sind erfahrungsgemäss beobachtbar. Roter Kopf, Weitung der Pupillen, zitternde Hände, rasender Puls und Veränderung der Tonlage beim Sprechen.
Dieses lustige Verhalten kann übrigens speziell gut bei unsern Schweizern Politikern festgestellt werden. Im Unterschied zu Ländern wie beispielsweise Deutschland, bekommen die armen Schweizer Parteien nämlich kein Geld vom Staat für Plakate, Inserate oder Werbe-Events. Darum “müssen” wir bemitleidenswerten Eidgenossen auch auf durch Steuergelder finanzierte Parteien-Werbespots am TV verzichten. Eigentlich doch jammerschade, möchte doch ein jeder von uns nur zu gerne Blochis und Uelis Fresse zwischen Tagesschau und Meteo sehen können.
Noch deutlicher wird die Diskriminierung von Schweizer Parteien beim Vergleich mit dem besten Land auf Welt überhaupt, also der USA natürlich. Dort, im Land der unbegrenzten Dummheit, prahlen sowohl Republikaner als auch Demokraten damit rum, wie viele Millionen Schmiergelder sie von multinationalen Firmen wie Shell und Microsoft, aber natürlich auch Schweizer Unternehmen wie Novartis oder Nestlé so einsacken um damit auf allen 134 TV-Sendern rum um die Uhr Werbespots zu senden.

Und was machen Schweizer Parteien? Ein paar mickrige Inserate in den Zeitungen und dazu ein paar Plakate; und damit wollt ihr Wahlen gewinnen?! Okay zugegeben, sie haben’s auch nicht gerade leicht: Kein Geld vom Staat und wenn man auch nur mal ein bisschen Geld von Firmen annimmt, kommt gleich irgend so ein linker Journalist, der bereits den nächsten Korruptions- Schmiergeld und Sonstwas-Skandal herbeischreiben will.
Aber die Wahlen im Herbst stehen vor der Tür, die Parteikassen sind leer (ausser bei der SVP natürlich) und so müssen nun auf kreative Art und Weise neue Geldquellen erschlossen werden. Besonders schwer untendurch mussten in letzter Zeit die Freien Demokratischen Punks, auch bekannt unter dem Pseudonym FDPler. Ihre Popularität sinkt parallel zum Swiss-Aktienkurs, ihre quasi Parteizeitung NZZ schreibt Rote Zahlen und ihr Finanzminister Kaspar Villiger bricht sich den Daumen beim Radfahren. Aber was ein echter FDPler ist, weiss auch wie man Kohle macht! Was war doch schon seit jeher das lukrativste Gewerbe? Genau, und darum eröffnet die FDP in diesem Monat ihr erstes Bordell an der Langstrasse. Übrigens haben auch Politiker von anderen Parteien Zutritt und für Nationalräte gibt’s 10% Rabatt.
Die Genossen von der SP, auch schon seit längerem am Hungertuch nagend, starten in diesen Tagen einen Hilfs-Appell an alle Sympathisanten und fordern die Genossen auf, doch bitteschön ein wenig Gras zu spenden (Alt-Hippies, 68er und anderes Gesocks dürfte es ja in dieser Partei zur Genüge geben) dass man dann beim Chinagarten in Zürich oder auf der Bundeshausterrasse in Bern verkaufen könnte um so die Finanzen der Partei etwas aufzumöbeln. Wir vom hugo-tAëm finden das eine spitzen Idee und rufen alle Newsletter Leser auf, sendet eure Drogen der SP, sie haben es nötig!
Und ja, auch bei unserer Lieblingspartei hat man kreative Lösungen zur Vermehrung des Parteivermögens gefunden. Einerseits will man der SP keinesfalls die Leaderrolle als Drogenpartei Nr.1 kampflos überlassen und versucht vor allem mit der JSVP vermehrt im Schweizerischen Drogenmarkt Fuss zu fassen. Die SVP kann dabei bekanntlich von ihrer langjährigen Dealer-Erfahrung profitieren, man erinnere sich an den 80-Kilogramm Marihuana Fund im Keller des SVP-Hauptquartiers vor wenigen Jahren. Daneben hatte aber auch Super-Stratege Ueli Muuurer eine schampar gute Idee. Wie jeder weiss, gibt es zu viele von diesen faulen Asylanten in der Schweiz. Uelis Idee ist nun halt einfach jeden kriminellen Ausländer, statt mühsam und teuer auszuschaffen, zu einem leckeren Asylanten-Würstchen zu verarbeiten. Das gäbe dann feine Würstchen zum grillieren im Sommer, braune, weisse, gelbe……

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