Analyse Asylgesetz - Unlogisches Wahlverhalten?
Am Dienstag, den 26.09.2006 geschrieben von hugo-tAemKategorie: Anti-SVP Blog
Blogger eMeidi wollte genau wissen, ob das Vorurteil stimmt, dass ausgerechnet die von den bösen Ausländern verschonten Regionen der Schweiz ein besonders xenophobes Abstimmungsverhalten an den Tag legen. Seine These:
Aus Urängsten, die sich wohl im dunklen Mittelalter ausgebildet und danach genetisch weitervererbt hatten (okey, das ist sehr populärwissenschaftlich), stimmen vor allem Bürger innerschweizerischer Kantone (unter anderem) sehr xenophob ab, obwohl sie pöhse, pöhse Missbräuche durch unsere ausländischen Gäste nur durch’s Hörensagen kennen. In Kantonen, wo der Ausländeranteil an der Bevölkerung hoch ist, sind die Ja-Stimmen deutlich tiefer.
Die Beantwortung mittels statistischer Analyse liess Herr eMeidi leider offen, dafür haben wir nun die Arbeit nachgeholt:
Wie die untenstehende Graphik zeigt, nimmt der JA-Stimmenanteil mit zunehmendem Ausländeranteil deutlich ab. Jeder Punkt repräsentiert einen Kanton. Die Extrempunkte werden durch die Kantone Genf (61%34% Ausländer, 51% Ja-Stimmen) und Uri (9% Ausländer, 73% Ja-Stimmen) gebildet. Die von eMeidi recherchierten Daten stehen hier als Excel-Datei zur Verfügung.
Und hier noch die Erklärung für SVP Statistikexperte Ulrich Schlüer:
Das uns hier vorliegende Resultat ist hoch signifikant. Mit p=0.002 ist die Irrtumswahrscheinlichkeit fast Null und die Korrelation mit R-Quadrat=0.333 mehr als deutlich. Warum dem so ist, weiss noch nicht einmal das gottgleiche hugo-tAëm zu beantworten, es darf aber hier unten gerne diskutiert werden. Auch Sie Herr Schlüer dürfen uns mit Ihrem Fachwissen über Ausländerstatistiken beglücken!
