SVP setzt sich für mehr Lungenkrebs ein
Die SVP schreibt heute, dass sie gegen saubere Luft im Winter ist. Feinstaub hätte es schon immer gegeben, deshalb sind sämtliche Massnahmen gegen krebserzeugenden Feinstaub blosse “Hysterie gegen die Schweizer Wirtschaft”. Und auch der Feind ist bereits lokalisiert: hinter dem perfiden Angriff auf das traditionelle Recht zur Luftverschmutzung steht wieder einmal niemand anders als die “rot-grüne Umweltindustrie” (Anmerkung hugo-tAëm: Wir schlagen den neutraleren Begriff Umweltmafia vor, das klingt irgendwie noch eine Spur seriöser).
Aber die SVP weiss auch schon Rat: Nichts tun lautet die Devise! Um die mehr als 3′700 Schweizer jährlich, die wegen ein bisschen Staub, Ozon und so Kram frühzeitig ins Gras beissen, ist’s nicht schade, es trifft eh meistens Alte und kleine (ausländische) Kinder. Und wer nicht mal ein bisschen Blei und Quecksilber in der Luft aushält, ist sowieso ein verweichlichter Linker! Die sind nämlich auch an den ständig steigenden Gesundheitskosten schuld. Während stramme SVPler gegen Dieselruss und Stickoxide natürlich völlig immun sind, leidet das verweichlichte linke Pack an Allergien, Asthma und Krebs und verursacht einmal mehr Kosten in Milliardenhöhe.
Die in mehrfacher Hinsicht billige Nichts-Tun-Strategie der SVP wurde übrigens bei der grossen Schwesterpartei in den USA abgekupfert. Dort hat ein weisser (nein, nicht weiser) Führer nämlich herausgefunden: wenn man einfach die Augen schliesst und das Hirn (sofern vorhanden) ausschaltet, lösen sich alle Umweltprobleme in Null Komma nichts in Feinstaub auf.
Ob Waldsterben, Ozon-Alarm, Invasion der Borkenkäfer oder Feinstaub: Die von rot-grün geschürten Hysterien finden bei den Medien jeweils über eine bestimmte Zeit Anklang und scheinen sich dann von selbst zu lösen.
Genau, wenn wir einfach wegschauen, fangen die Gletscher wieder an zu wachsen, der Wasserpegel wird von alleine sinken und der Feinstaub löst sich einfach so auf in… äh… ja egal, es kommt sicher alles gut, SVP sei Dank! Bei dieser Partei weiss man nämlich noch Prioritäten zu setzen. Anstatt sich mit Lappalien wie ein paar Tausend Feinstaubtoten zu beschäftigen, konzentriert man sich bei den Heimatschützern auf das Wesentliche: den Kampf gegen den Terror die Minarette. Die sind bekanntlich bereits für Null Tote verantwortlich und wenn das so weitergeht, sind es bald noch mehr! Aber keine Angst: “Die SVP macht bei dieser Hysterie nicht mit und stützt sich auf Fakten.” Die Frage sei erlaubt welche Fakten der SVP überhaupt bekannt sind? Als das Stadtzürcher Parlament kürzlich zusammen Al Gores Film “Eine unbequeme Wahrheit” über den Klimawandel anschauen ging, boykottierte die SVP-Fraktion den Film mit der Begründung, man schaue sich keine Propaganda eines Umweltaktivisten an.
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