Christoph Mörgeli
Es gibt das hübsche Motto des Breitensports, dass dabei sein wichter ist, als gewinnen. Das gilt nicht nur für Dorfstafetten und Volklsläufe, sondern auch für SVP Politiker – insbesondere für Herrn Christoph Mörgeli. Immerhin haben unsere Freunde der Bier-und-Bratwurst-Politik in letzter Zeit nicht gerade durch glänzende Abstimmungsresultate brilliert. Macht aber nix. Die Kuhbubenfraktion ist immer noch voller Elan dabei, die Schweiz in einen Kuhstall zu verwandeln. Im Namen des Vokes – und mit Christoph Mörgeli als Oberknecht im Hintergrund. Dabei ist der ja eigentlich ganz nett, der Christoph. Bundesratswahlen und andere Kaspereien überlässt er getrost anderen Exponenten, während er als lebendiges Abbild des SVP-Parteibuchs lieber zu Hause sogenannte Strategiepapiere entwirft. In denen steht dann auch schon mal, dass Samuel Schmid und andere subersive Elemente, die nicht nach seiner Pfeiffe tanzen, dahin gehen sollen, wo der Pfeffer wächst. Mit halben Bundesräten hat er’s nämlich genau so wenig wie mit Ausländern der zweiten und dritten Generation. Und wahrscheinlich auch der vierten und fünften. Viel lieber gibt er sich da mit Busenfreunden und Seelenverandten wie Hans Fehr und anderen arischen Schweizern ab, und tüftelt neue Strategien aus, wie man die Schweiz noch ein bisschen unabhängiger machen könnte. Gemäss zuverlässigen Quellen des hugo-tAëms liegt der nächste Vorstoss schon in der militärisch-sauber geordneten Schublade des Oberstleutnands. Darin soll die EU ultimativ aufgefordert werden, sich endlich der Schweiz anzugliedern und den EU-Rat der Albisgüetlitagung zu unterstellen. Klingt einleuchtend. Schliesslich kann die EU nicht ständig nur unsere Rosinen (Käse, Schokolade, schweizer Armeemesser) picken und gleichzeitig leugnen, nicht von uns abhängig zu sein. Daher ist eine Anpassung der EU an unsere ureigenen Werte und Normen nur logisch. Andernfalls wird der Christoph der EU den Krieg erklären – und notfalls als Oberstleutnand höchstpersönlich an der Front kämpfen. Im Namen des Volkes, natürlich. Und als Vizepräsident der europäischen Totentanz-Vereinigung (www.totentanz-online.de) kann er alsdann seinen heroischen Niedergang gleich selber zelebrieren. Niederlagen ist er sich ja mittlerweile gewohnt. Und dabei sein ist schliesslich wichtiger als gewinnen.
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