Das verdanken wir der Sehr Verdächtigen Partei
Das neue alte Wahlprogramm der SVP ist eine prima Sache: weniger Steuern, weniger Ausländer, weniger Minarette. Was die SVP leider nicht erwähnt, sind:
- jährlich über 1′000 Tote durch Passivrauchen in der Schweiz. Als einzige Partei fördert die SVP konsequent die nachhaltige Entwicklung des Lungenkrebs.
- jährlich über 3′000 Tote durch Feinstaub. Nur mit mehr SVP profitieren auch weiterhin immer mehr Menschen von der lustigen Volkskrankheit Asthma.
- jährlich gegen 300 Tote durch Armeewaffen. Ohne die large äh liberale Waffenpolitik der SVP müssten wir auf viele spannende Stories über Familienmorde verzichten.
- jährlich über 4 Milliarden Staatsausgaben für neues Armeespielzeug. Die SVP steht hinter der Geldvernichtungsmaschine Nr. 1.
- jährlich 4 Milliarden staatliche Subventionen für die Landwirtschaft. Die SVP steht auch hinter der Geldvernichtungsmaschine Nr. 2
- mehr Klimaerwärmung inklusive spannender Naturkatastrophen (Kosten 2006: 55 Milliarden Franken), schmelzende Gletscher, Wassermangel, Ernteausfälle, Hungersnöte, Flüchtlingsströme, Hitzetote und so weiter und so fort. Wer die Schweiz in eine wunderschöne Steppenlandschaft verwandeln will, wählt SVP.
- Steuergeschenke für superreiche Promis, CEO’s, Politiker und (achtung!) ausländische Steuerflüchtlinge. Die SVP hat ein Herz für ausländische Steuerflüchtlinge, von wegen fremdenfeindlich!
- noch mehr Steuergeschenke für internationale Grosskonzerne. Geben macht schliesslich glücklicher als nehmen.
- 20% höhere Konsumentenpreise für den Mittelstand (höhere Preise für Nahrungsmittel, Medikamente und Zeitungen). Wer gerne ein bisschen mehr bezahlt, na ihr wisst schon….
Dieses Thema im Forum diskutieren.Ähnliche Artikel:
02. Februar, 2007 um 10:52
Das SVP-Prinzip Hollywood, ähm Hakle…..
Christoph Mörgeli umgeht das Dilemma mit dem lobenden Hinweis auf Hollywood. Er vergisst nur, zu erwähnen, dass amerikanische Filme sich an Abermillionen potenzieller Zuschauer in aller Welt richten, was Schweizer Filmen bekanntlich eher selten gelingt. Ohnehin möchte Mörgeli die Filmgelder lieber auf den Denkmal- und Heimatschutz umgelenkt haben.
Zum Schluss gibt Freysinger ein selbst gefertigtes Gedicht zum Besten, bei dem das Klo als Austragungsort und der «Blick» als Anspielung prominent vertreten sind. Trotz des Überschwangs, mit dem der Dichter sein Werk vorträgt, lässt die Qualität tatsächlich keine Förderungswürdigkeit erkennen. Aber ein Mäzen müsste sich doch finden lassen. Ob die Firma Hakle Interesse zeigt?
Demnächst noch mehr auf diesem Kanal…..
04. Mai, 2007 um 19:32
JA, das verdanken wir tatsächlich der SVP
31. Oktober, 2007 um 17:30
Erfahrungsgemäss sind es mehr unzufriedene- und nervöse Menschen die rauchen und dazu gehören die Linken grossmehrheitlich. Es sind auch übermässig viele Menschen aus dem linken Lager, die man in Restaurants und sonstigen öffentlichen Räumen paffend antrifft. Ohne Rücksicht auf andere wird gequalmt, was dass Zeug hält. Die Gesundheit von Nichtraucher wird mit Füssen getreten. “Rauchen tötet und schadet der Gesundheit von Passivraucher”. Es steht auf jedem Päckli, doch diese Mahnungen werden mit Füssen getreten. “Also liebe Linke, wenn dann die Abstimmung kommt, artig ja sagen zum Rauchverbot in öffentlichen Räumen, machen wir mal eine Allianz zwischen SVP und den Linken. Aber bitte nicht heimlich anders stimmen wenn’s dann darauf ankommt!!
Zum Feinstaub ! Der Feinstaubfilter wird obligatorisch erklärt, da bin ich mir sicher! Auch die SVP wird grossmehrheitlich dafür sein, da bin ich mir auch sicher. Wenn wir nochmals einen solchen Quantensprung machen in der Motorfahrzeugtechnik wie in den letzten zehn Jahren, werden die Motoren sauber sein und es wird für die Linke zum Frust, dass man dann nicht mehr an den Motorfahrzeugen rumnörgeln kann wie bisher.
Auweia, wenn die Grünen dieses Thema verlieren, wie interessant sind sie dann noch ?? *Grins*
Bruno Weber
Vorstand SVP Emmen
31. Oktober, 2007 um 20:06
Ich wage stark zu bezweifeln, dass Linke mehr rauchen, aus Erfahrung aus dem eigenen Bekanntenkreis. Doch es bringt wahrscheinlich nichts, wenn wir uns darüber streiten. Es ist einfach interessant, dass ein SVPler sofort in allen Menschen, die ihn nerven, den politischen Opponenten sieht.
Es erstaunt mich extrem, dass ein SVPler denkt, seine Basis wird für das Rauchverbot stimmen. Haben die SVP Politiker das eidgenössische Rauchverbotsgesetz doch so durchlöchert, dass es nicht mehr viel bewirkt.
“Der Feinstaubfilter wird obligatorisch erklärt, da bin ich mir sicher! Auch die SVP wird grossmehrheitlich dafür sein”
Auch das erstaunt wieder, war es doch die SVP-Fraktion, welche die Partikelfilterpflicht bis heute verhindert hat. Zwar total ohne Argumente.
“Wenn wir nochmals einen solchen Quantensprung machen in der Motorfahrzeugtechnik wie in den letzten zehn Jahren”
Hä? Hab ich was verpasst? Die Energieeffizienz wurde von ca. 13 auf ca. 14% gesteigert! Das kanns ja nicht sein!
“werden die Motoren sauber sein”
Solange eine fossile Energie dahinter steht, können sie nicht sauber sein.
Dafür müsste man erneuerbare Energieen fördern, doch das verhindert die SVP ja…
“Auweia, wenn die Grünen dieses Thema verlieren, wie interessant sind sie dann noch ??”
Da hast du natürlich recht, doch: Dieses Thema wird uns noch sehr lange beschäftigen, wenn man bedenkt, dass der Schadstoffausstoss immer noch stark ansteigt (da die SVP und FDP Gegenmassnahmen verhindern).
18. Januar, 2008 um 13:40
Zwei Drittel der “Passivrauch-Toten” älter als 85!
Prof. Dr.Med.Romano Grieshaber, Präventionsleiter des deutschen “Berufsverbands für Nahrungsmittel und Gaststätten” und Professor für angewandte Prävention an der Universität Jena, hat u.a. anlässlich anlässlich des Symposiums „Tabakrauch am Arbeitsplatz“ vom 24. Oktober 2007 in Mannheim folgende These aufgestellt:
“Zwei Drittel der 3.300 “Passivrauch-Toten” älter als 85″
(vergl. http://www.bgn.de/webcom/show_article.php/_c-440/_nr-113/_p-1/i.html)
Diese These stützt er auf …
“Die Ergebnisse einer kleinen Auswahl dieser Studie mit den berufsgruppenspezifischen Daten beruhen auf Versichertengruppen - der arbeitenden Bevölkerung in Höhe von rund 6.500.000, - einer BGN-spezifischen Gruppe von ca. 650.000 Erkrankten, - einer Expositionsgruppe „Kellner“ von rund 62.000 Erkrankten, einer Expositionsgruppe „Köche“ von rund 174.000 Erkrankten. Die vorliegende Studie, die im Rahmen des § 14 des SGB VII in Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und BGN von Dr. Mey und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt und durchgeführt wurde, macht weltweit erstmals an großen gewerbespezifischen Datenmengen und deren Auswertungen deutlich, dass sich die bisherigen Bewertungen auf korrelative Beziehungen stützen. Diese sind zwar Voraussetzung für Kausalbetrachtungen, aber sie sind kein Maß für Kausalität.”
(Sh. http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Bewertung_mittels_Kennziffern.pdf)
Die Präsentation anlässlich der HVBG am 11. April 2007, Fachveranstaltung “Nichtraucherschutz” in der BGA in Hennef kann unter http://www.hvbg.de/d/bgz/bgz_info/veranst/archiv_vera2007/nichtrauch/v_gries.pdf eingesehen werden - Da wird unter anderem auch der Garangen-Versuch (3 Zigaretten gegen einen Dieselmotor in einer geschlossenen Garage) kritisch hinterfragt und belegt, dass das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle *am* Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (vergl. Fusszeile bei http://www.tabakkontrolle.de) mit den falschen Messmethoden und Messgeräten gearbeitet hat.
Ferner zeigt er auf, dass sich in seinen Zahlen grosse regionale Unterschiede finden und dass Köche gefährdeter seien, als Kellner, welche sich im Gastraum viel mehr Passivrauch aussetzen.
Weiter hat er bei seiner Arbeit folgende Fragen an die Tabakkontrolle aufgeworfen, welche bis heute noch nicht beantwortet wurden:
“Im einzelnen ergeben sich für uns folgende Auffälligkeiten und Fragestellungen:
1. Der zugrundegelegte Gesundheitssurvey liefert repräsentative Aussagen für den Altersabschnitt 18 bis 79 Jahre. Als oberste Altersgruppe weist der Survey den Abschnitt 70 bis 79 Jahre aus. In der WHO-DKFZ-Studie werden Aussagen über die Altersgruppen „75 bis 84 Jahre“ und „85 Jahre und darüber“ getroffen. Es stehen keinerlei Informationen zur Verfügung, aus welchen Gründen eine Abweichung von der Daten liefernden Quelle vorgenommen wurde und auf welche Weise eine Umrechnung erfolgte. Es stellt sich daher die folgende Frage: Nach welchen Quellen wurde der Passivraucheranteil für die Gruppe der 75-84jährigen und insbesondere der noch älteren Personengruppe ermittelt?
2. Die Aussagen des Gesundheitssurvey 1998 fußen auf den Befragungsergebnissen von 3450 Männern und 3674 Frauen. Für die beobachtete höchste Altersgruppe der 70- bis 79jährigen standen 235 männliche und 343 weibliche Probanden zur Verfügung. Ältere Personen wurden nicht befragt. Wurden die Ergebnisse der 70-79jährigen auf die neuen Altersgruppen transformiert?
3. Die Response-Quote im Gesundheitssurvey für die Altersgruppe 70 -79 bei den Frauen fällt mit 50,4 % am niedrigsten aller Altersgruppen aus. In den Angaben zur „WHO-DKFZ-Studie“ fehlen Angaben zur Quelle, zum Datenumfang und zu den Streuungen.
4. Das Verlassen der, für den Gesundheitssurvey ausgewiesenen, Altersklassen und das Einführen zusätzlicher Klassen am oberen Rand führt zu einem Verlust der für den Survey gültigen Repräsentativität. Hier mangelt es an Transparenz. An dieser Stelle ist die Passivraucher-Studie bezüglich der Auswertung für die oberen Altersgruppen nicht nachvollziehbar.”
(Quelle: http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Anlage_1_Stellungnahme_zu_Prof._Keil.pdf)
Sowohl Felix Gutzwiler, als auch das BAG verbreiten aber weiterhin die Zahlen der Tabakkontrolle, als wären sie die einzige Wahrheit - Und weil dieses Dogma nicht durch kritische Diskussionen zu Fall gebracht werden soll, will die Schweiz das WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (Framework Convention on Tobacco Control) ratifizieren.
Da steht im Artikel 8:
“(1) Die Vertragsparteien erkennen an, dass wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig bewiesen haben, dass Passivrauchen Tod, Krankheit und Invalidität verursacht.”
Statt einer wissenschaftlichen Diskussion sollen also diese (nicht eindeutig bewiesenen) Aussagen zum Völkerrecht erhoben werden?
Für mich klingt dies ähnlich, wie 1633, als Galileo Galilei bei der Inquisition dem kopernischen Weltbild abschwören musste, weil “wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig bewiesen haben”, dass die Erde eine Scheibe im Zentrum des Universums sei.
Prof.Dr.Med.Romano Grieshaber hat vergeblich versucht, einige offene Fragen von der Tabakkontrolle beantworten zu lassen. Deshalb hat er diese Fragen auf der Web-Seite des BGN online gestellt
(http://praevention.portal.bgn.de/webcom/show_article.php/_c-8777/_nr-1/_lkm-8927/i.html und da unter “Wissenschaft und Forschung”)…
…Vielleicht können ja Felix Gutzwiler oder das BAG zu diesen Fragen Stellung nehmen, da sie ihre Wahrheit auf eben diese Hochglanzprospekten der Tabakkontrolle abstützen? Oder die Tabakkontrolle selbst (Professor Ulrich Keil - Erfinder der 3′301 angeblichen Passivrauchopfer, oder Dr. Martina Pötschke-Langer - Vorkämpferin der Tabakkontrolle)?
18. Januar, 2008 um 17:35
Und was willst du damit sagen? Rauchen entlasstet die AHV? Rauchen schadet nur über eine längere Zeitphase? Aeltere Menschen sind weniger wert?
“Statt einer wissenschaftlichen Diskussion sollen also diese (nicht eindeutig bewiesenen) Aussagen zum Völkerrecht erhoben werden?”
Wieso immernoch eine Wissenschaftliche Diskussion? Diese wurde schon lange geführt und hat eindeutig gezeigt, dass (Passiv-)Rauchen schadet. Willst du ewig diskutieren, nur weil ein paar mediengeile “Wissenschaftler” etwas anderes zu behaupten, nur um überhaupt etwas anderes zu behaupten?
Und nichts wird zu internationlem Recht. Die unterzeichneden Staaten sagen einfach aus, dass Passivrauchen schadet und sie dieses Probem erkannt haben. Dass Passivrauchen schadet bestreitet höchsten noch die Bagger-Jasmin und die Weltwoche, doch nimmt diese zum Glück niemand ernst.
21. Januar, 2008 um 11:02
@Spaghettimonster
“Willst du ewig diskutieren, nur weil ein paar mediengeile “Wissenschaftler” etwas anderes zu behaupten, nur um überhaupt etwas anderes zu behaupten?”
Prof. Dr.med. Romano Grieshaber fragt doch bloss nach den fehlenden Daten in den Studien der Tabakkontrolle…
Nun, wenn diese “wissenschaftlichen” Ergebnisse so über alle Zweifel erhaben sein sollen, dann wäre es doch ein Leichtes, die fehlenden Daten der Altersgruppe >79 Jahre zu erklären!
Die Tabakkontrolle veröffentlicht Daten, welche nicht einmal im Anhang aufgeführt sind: Der Gesundheitssurvey, auf den sich Prof. Kiel im Anhang bezieht, endet bei der Altersgruppe 70-79 - Trotzdem leitet er daraus Aussagen bis zu einer Altersgruppe der über 85 jährigen ab - Wie geht das?
Und weshalb wird die Fragen nicht beantwortet?
Vielleicht weil sonst das Dogma ins Wanken geraten würde?
“Aeltere Menschen sind weniger wert?”
Nein, sicher nicht; aber bei einem Alter über 85 Jahren (also Jahre über der durchschnittlichen Lebenserwartung) wird es wohl ziemlich schwierig den Nachweis zu erbringen, dass die Toten einzig und alleine am Passivrauch gestorben sind und sonst weitergelebt hätten…
…Dann fragt sich ebenfall, wie lange sie ohne Passivrauch weitergelebt hätten:
Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen oder gar Jahre?
Darüber schweigen sich sowohl die Tabakkontrolle, wie auch das BAG aus.
26. Januar, 2008 um 00:43
Stellungnahme
des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle zur
Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und
Gaststätten (BGN) vom 26.10.2007
Am 26.10.2007 hat die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten
(BGN), in deren Aufsichtsratsgremium die Tabakindustrie sitzt, eine
Pressemitteilung mit dem Titel „Zwei Drittel der 3.300 „Passivrauch-Toten“ älter als
85/ Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in deutschen Gaststätten
zweifelhaft“ veröffentlicht. Die Mitteilung bezieht sich unter anderem auf die
Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums aus dem Jahr 2005
„Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko“, und darin insbesondere
auf das Kapitel C „Passivrauchbedingte Morbidität und Mortalität in Deutschland“.
In diesem Kapitel wurde eine Berechnung vorgenommen, der zufolge 3.300
Todesfälle jährlich auf Passivrauchen zurückzuführen sind. Hierzu und zu weiteren
Behauptungen in der BGN-Mitteilung wird wie folgt Stellung genommen:
1. Es wird behauptet: „Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in
deutschen Gaststätten zweifelhaft“. Diese Behauptung ist falsch.
Das Gegenteil ist der Fall: Auf der Basis tausender wissenschaftlicher Befunde
besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens aller führenden nationalen und
internationalen Gesundheitsforschungszentren ebenso wie der
Weltgesundheitsorganisation und der UN-Mitgliedsstaaten, dass Passivrauchen
ernste akute und chronische Erkrankungen hervorruft. Passivrauchen führt zu
Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit und erhöht das Risiko für
chronische Krankheiten mit Todesfolge wie Lungenkrebs, Koronarer
Herzkrankheit, Schlaganfall und chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen.
Wegen dieser gravierenden Gesundheitsgefährdung wurden internationale
Leitlinien zum Schutz der Bevölkerung vor Passivrauchen im Juli 2007 geschaffen
und von den UN-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, einstimmig angenommen.
Darin werden als einzig wirksame Maßnahmen 100 Prozent rauchfreie
Arbeitsplätze und Innenräume gefordert. Die Entscheidungsgrundlagen für
Rauchverbote auch in der deutschen Gastronomie liegen demnach vor und haben
zu Recht auch die deutsche Politik zum Handeln veranlasst.
2. Es wird behauptet: „dass bei den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel
der untersuchten Fälle älter als 85 Jahre waren“. Diese Behauptung ist falsch.
Vielmehr geht aus der Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums
hervor, dass 36 % der passivrauchbedingten Todesfälle im Alter von unter 75
Jahren, 31 % im Alter zwischen 75 und 85 Jahren und wiederum ein Drittel im Alter
von über 85 Jahren erfolgen. Das DKFZ lehnt es ab, eine ethisch fragwürdige
Diskussion darüber zu führen, in welchem Alter sich tabakrauchbedingte
Todesfälle ereignen müssen, um die Forderung nach dem Schutz der Bevölkerung
vor den Gefahren des Passivrauchens zu legitimieren.
3. Es wird behauptet: „In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen
Beschäftigten keine Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im
Gaststättenbereich: nicht bei Lungenkarzinomen, nicht bei ischämischen
Herzkrankheiten und auch nicht bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen.“
Diese Behauptung ist falsch.
Das Gegenteil ist der Fall: Neben über 100 internationalen Studien zu den
Gefahren des Passivrauchens in der Gastronomie, die ganz offensichtlich von der
BGN nicht zur Kenntnis genommen werden, gibt es auch in Deutschland
Untersuchungen, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko der Beschäftigten im
Gaststättenbereich belegen. Auf dem von der BGN veranstalteten Symposium
„Tabakrauch am Arbeitsplatz“ in Mannheim am 23. und 24.10.2007 wurde in
mehreren Vorträgen die besonders hohe Gesundheitsbelastung durch
Passivrauchen für deutsche Gastronomiemitarbeiter im Hinblick auf ein erhöhtes
Risiko für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs
deutlich. Erstmals wurde eine Studie vorgestellt, der zufolge sich das
Lungenkrebsrisiko für Kellner in durch Tabakrauch hoch belasteten Bars oder für
Diskothekenmitarbeiter bereits nach 8-jähriger Vollzeittätigkeit verdoppelt.
4. Es wird behauptet: „So finde man bei Depressionen ähnliche Sterberaten
wie als Folge aktiven Zigarettenkonsums.“ Diese Behauptung ist falsch.
Tatsächlich können auf aktiven Zigarettenkonsum in Deutschland jährlich zwischen
115.000 und 140.000 Sterbefälle zurückgeführt werden, dies entspricht einer
Sterberate von 133 bis 170 Todesfällen je 100.000 der Bevölkerung. Dahingegen
waren laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts im Jahr 2005 37
Todesfälle Folge von Depression. Weiterhin starben 10.260 Personen infolge von
Suizid, wovon ein unbekannter Anteil sicher auf Depressionen zurückgeht. Dies
entspräche einer Sterberate von unter 12 Todesfällen je 100.000 der Bevölkerung
auf Grund von Depressionen.
5. Außerdem wird suggeriert, „dass ein Verbot das Rauchen aus dem
beruflichen Umfeld auch in das private verlagere, mit dem Ergebnis einer
Höherbelastung der Kinder durch Passivrauch.“ Diese Behauptung ist
irreführend.
Das Gegenteil ist der Fall: Vergleichsdaten aus Finnland, Irland und jüngst aus
Schottland machen deutlich, dass Raucher, wenn sie tagsüber am Arbeitsplatz
nicht rauchen können, dieses nicht am Abend oder am Wochenende zu Hause
nachholen. Stattdessen rauchen sie auch zu Hause weniger. Die neueste Studie
aus Schottland belegt, dass über 30 % der schottischen Kinder im privaten Umfeld
weniger unter Tabakrauch zu leiden haben nach der Einführung des
Rauchverbotes in der schottischen Gastronomie.
Nachzutragen bleibt, dass die BGN-Mitarbeiter bereits während der erwähnten
Tagung in Mannheim wiederholt von renommierten Arbeits- und Sozialmedizinern,
Toxikologen, Epidemiologen und Gesundheitswissenschaftlern auf ihre mangelnde
Kenntnis der Fachliteratur und die daraus resultierenden Fehleinschätzungen
hingewiesen wurden. Wenn die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und
Gaststätten zwei Tage nach dieser Veranstaltung dieselben Fehleinschätzungen in
einer Pressemitteilung herausgibt, so stellt dies eine bewusste Irreführung der
Öffentlichkeit und der Politik dar. Das Ziel dieser Irreführung geht aus der
Überschrift der Pressemitteilung hervor: Die Entscheidungsgrundlagen für die
aktuell in den Ländern stattfindenden Diskussionen um den Schutz der
Bevölkerung vor Passivrauchen mit der Folge von Rauchverboten in der deutschen
Gastronomie sollen in Zweifel gezogen werden. Die BGN vertritt damit die Position
der in ihrem Aufsichtsgremium sitzenden Tabakindustrie und nimmt nicht ihre
Fürsorgepflicht für die Hunderttausenden von Beschäftigten in der Gastronomie
wahr, die täglich über viele Stunden an den am meisten durch die Gifte des
Tabakrauchs belasteten Arbeitsplätzen in Deutschland arbeiten. Damit negiert die
BGN ihren Auftrag, präventiv tätig werden zu müssen, wann immer
Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz festgestellt werden.