Die SVP lügt schon wieder!

oski.gifGestern berichtete “10vor10″ über die Kulturpolitik von SP und SVP. Die SVP verlangt, wie könnte es anders sein, bei der Kultur zu sparen. In ihrem Positionspapier zur Kulturpolitik schreibt die SVP:

Die Schweiz besitzt eine reiche eigenständige Kultur, die national wie international ein hohes Ansehen geniesst. Die SVP bekennt sich zu dieser Kultur. Das Spektrum reicht von der Malerei mit bekannten Vertretern wie Anker und Hodler, zur Literatur mit Gotthelf, Keller sowie Dürrenmatt, den Exponenten moderner Kunst wie Tinguely bis hin zu Satirikern und Vertreter der Volkskultur wie Emil, Walter Roderer, Paul Bühlmann, Jörg Schneider – um nur einige wenige zu nennen. (..) Diese Kultur ist unabhängig und ohne staatliche Förderung entstanden.

Falsch!

* Friedrich Dürrenmatt erhielt vom Bundesrat 2′000 Fr. Unterstützung.
* Ferdinand Hodler wurde vom Staat mit 78′500 Fr. unterstützt.
* Gottfried Keller erhielt mindestens 3′000 Fr.
* Jean Tinguely wurde durch Käufe vom Staat unterstützt.

Weitere Recherchen würden wohl ergeben, dass die meisten der von der SVP so geschätzten Künstler auf irgend eine Art staatliche Förderung erhalten haben. Auf diese “Fehlinformation” im Positionspapier angesprochen schiebt Autor Oskar Freysinger dem Sekretariat den Schwarzen Peter zu:

Ja dann ist das eine Fehlinformation, aber dann kommt die äh von, von, von irgend ähm vom Sekretariat aus. Also ich kann jetzt da äh, äh was zählt ist ja im Grund das Prinzip.

Genau Oskar, was zählt ist das Prinzip und was wir daraus lernen ist, dass die meisten Künstler am Anfang ihrer Karriere auf staatliche Unterstützung angewiesen waren. Der Bericht ist als Video verfügbar und wirklich spannend wird’s ab der 4. Minute.

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  • 4 Kommentare zu “Die SVP lügt schon wieder!”

    1. hugo-tAëm schrieb:

      es wäre schön, wenn jemand das video auf youtube laden könnte. da hätten sicher viele was zu lachen :-)

    2. bluubi schrieb:

      klickst du hier: http://www.sf.tv/var/videoplayer.php?videourl=http%3A%2F%2Freal.xobix.ch%2Framgen%2Fsfdrs%2F10vor10%2F2007%2F10vor10_14032007.rm%3Fstart%3D0%3A17%3A53.266%26amp%3Bend%3D0%3A23%3A25.903

      Ist noch lustig, wie sich der Pissoir-Poet sofort mit neuen Lügen herausreden will.

    3. Gusti Knüll schrieb:

      Das ischt aber eine Sauerei wie unser kommunistisch unterwandertes Farbfernsehen den Porno-Dichter.. ähm, SVP-Nationalrat Freysinger in ein solch schlechtes Licht rückt. Er ischt kein Lügner, das ischt hundsgemein, sowas blödes geht auf keine Kuhaut!
      RICHTIG gehört, die SVP startet jetzt eine Initiative zur Abschaffung des Schweizer Farbfersehen!

    4. H.M. schrieb:

      SVP Populismus gegen ausländische Schulkinder
      Über Herr SVP-Nationalrat Mörgelis Sörgeli.

      Die SVP räsoniert trivial in ihrem Inserat:

      Die Pisa-Studie belegt:
      Zu viele Ausländerkinder in einer Klasse - und die Schulleistungen aller sinken. Das ist unsozial. Linke und Grüne wollen trotzdem immer mehr Ausländer aus fremden Kulturen in unser Land holen. Darunter leiden unsere Kinder.

      Richtig ist: Es liegt nicht an den Ausländerkinder, dass SVP-Kinder schlechte schulische Leistungen erbringen. Liegt die Erziehung nicht auch an den Eltern? Linke und Grüne holen keine Ausländer aus fremden Kulturen in unser Land. Doch sind Sie herzlich willkommen, denn sie bereichern unser Land mit ihrer fremden Kultur. Solche Behauptungen sind eine Unterstellung, wie wir es von den SVP-Spürhunden seit Jahren gewohnt sind.

      Die “Kultur” der SVP, Geld, Geld, Geld bereichert unser Land keineswegs. Dass ihre Kinder leiden müssen, liegt wohl am Gedankengut ihrer Eltern, daran kann niemand etwas ändern, ausser die SVP-Funktionäre und SVP-Laufburschen selbst. Die Schuld anderen zuzuschieben, zeigt den Umgang der SVP mit anders denkenden Menschen auf. Solches Gedankengut ist gefährlich (vgl. Geschichte 20 Jh.).

      Die SVP setzt sich ein für bessere Schulen für unsere Kinder.

      Richtig ist: Dass sich die SVP für bessere Schulen ihrer Kinder einsetzt, glauben wir sofort. Nur ist die Schulpflicht ein Gesetzt, das für alle Kinder gleich ist, ob grün, gelb oder braun. Einen Einsatz der SVP für bessere Schulen ist zu begrüssen, doch das Gedankengut ist falsch (vgl. Geschichte).

      Die SVP will: Eine Schule, in der die Leistung wieder zählt. Damit unsere Kinder es im Leben zu etwas bringen.

      Richtig ist: In der Schule zählt die Leistung; und zwar für alle. Grüne, Linke und Ausländer können nichts dafür, wenn die Kinder der SVP dezimierte naturwissenschaftliche, mathematische, geisteswissenschaftliche und sprachliche Leistungen erbringen. Und, keine Sorge, ihre Kinder werden es im Schweizer Militär-, Wirtschafts- und Politikfilz schon zu etwas bringen. Zu Geld, Geld, Geld. Verwechseln Sie nicht Schulbildung mit Kapitalbesitz!

      Die SVP will: Integrationsunwillige Ausländer dürfen die Bildung unserer Kinder nicht beeinträchtigen.

      Richtig ist: Ausländische Kinder kommen ausser in der Schule kaum in Kontakt mit SVP-Kinder. Eigentlich Schade: Ihre Kinder sollten auch richtige Kulturen kennenlernen; der Schrei nach Geld, Geld, Geld ist keine Kultur. Ihr Gedankengut beeinträchtigt Kinder in fatalster Weise!

      Repression ist kein geeignetes Mittel, integrationsunwillige Menschen integrationswillig zu machen. Versuchen Sie es mit Bildung und Menschenwürde; fangen Sie bei sich an.

      Die SVP will: Fremdsprachige Schüler müssen getrennt unterrichtet werden.

      Richtig ist: Zu dem Gedankengut lohnt es sich fast nicht Stellung zu beziehen. Das Schweizer-Volks-Polemiker-Geträllere nach besseren Schulen soll sich mit Trennung der Schulklassen in Schweizer- und Ausländer-Kinder realisieren lassen. Da beissen sich die Ratten selbst in den Schwanz.

      Rassismus und Selektion ist Geschichte, solange solche wie die SVP sooo viel Schwachsinn trällern. Logischerweise sinkt bei der Trennung der Schulklassen in Schweizer- und Ausländer-Kinder nicht nur die Bildung der ausländischen Kinder.

      Bessere Zukunft für unsere Kinder.

      Richtig ist: Um die Zukunft ihrer Kinder sind wir sehr besorgt, bei dem Gedankengut, was sie von ihren Eltern auf ihrem Weg mitbekommen. Glücklicherweise können die Kinder noch zur gemischten Schule, um menschliches Gedankengut aufzunehmen, das ihren Eltern in ihrem post-traumatischen Erlebnis von Kapitalverlust abhanden gekommen zu sein scheint.

      Sind denn SV-Polemiker nicht an einer besseren Zukunft aller Kinder interessiert? Nur für unsere Kinder? Ach so ist das. Dann wissen wir ja über das SVP-Gedankengut bestens bescheid.

      Danke, Schweizerische Volkspartei SVP, für Ihre tollen Inserate, die Sie über Zeitungen verbreiten. Sie zeigen Ihre wahre Mentalität ohne der vorgesetzen Maske auf ziemlich banale Weise auf.

      Herr SVP-Nationalrat Luzi Stamm, das Lehrmittel über die Geschichte der Schweiz im 2. Weltkrieg sollte auch im Aargau in der Schule herbeigezogen werden, ob es ihnen passt oder nicht. Denn, wenn die Kinder nicht aus diesem Lehrbüchern erfahren, was die Schweiz unter Neutralität verstanden hat, erfahren Sie es aus der Weltliteratur. Das ist Ihnen wohl klar.

      Die Einführung der Lehrmittel sind eine Abmachung einer aussergerichtlichen Einigung vor dem obersten US-Gericht, dem Supreme Court, unter Anklage US-Bundesstaatsanwalt Dr. Damato, US-Bundesrichter Dr. Eduard Coreman und stv. Richter Dr. Burt Newbourne aus dem Jahre 1997/98. Schon vergessen? Sie sind gut damit beraten, sich als Nationalrat an Abmachungen zu halten.

    Kommentar: