Gehören Armeewaffen ins Zeughaus?
Die Schweizerische Volkspartei wehrt sich seit Jahren gegen griffige Waffengesetze zum Schutz der Bevölkerung. Familiendramen, Amokläufe und Suizide mit Armeewaffen gehören in der Schweiz zum Alltag. Und was tut die SVP? Die von der Waffenlobby kontrollierte Scheinvolkspartei schaut einfach weg und verharmlost damit die blutige Statistik: 300 Tote jährlich durch Armeewaffen in der Schweiz, also fast jeder Tag ein Toter. In den letzten Jahren haben sich insbesondere Familiendramen mit Dienstwaffen massiv gehäuft. Schuld daran ist die SVP. Anstatt sich um die Opfer von Armeewaffen zu kümmern, kämpft die SVP gegen Windmühlen Minarette.
In der Schweiz werden Autos, Hunde und sogar mörderische Killer-Handys registriert, bloss Waffen nicht. Das verdanken wir den lieben Onkeln von der Waffen-Sind-Cool-Partei. Die SVP sträubt sich sogar gegen ein Waffenregister, damit würde die Freiheit der Waffenbesitzer eingeschränkt? Hallo Logik? Die Verhätschelungspolitik gegenüber Waffennarren muss endlich ein Ende haben. Wie viele Opfer sollen noch unter der mörderischen SVP-Politik zu leiden haben? Die Waffengeilen SVP-ler verstecken sich hinter ihrem Lieblingsthema Ausländerkriminalität, dass aber mit einer einfachen Gesetzesänderung wohl Dutzende von Toten jährlich vermieden werden könnten, ist ihnen offenbar egal.
Die Argumente der Waffenfetischisten auf ihrem Rückzugsgefecht zeugen von Hilflosigkeit:
Bei Verkehrsunfällen würden mehr Personen sterben. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? 85% der Toten durch Armeewaffen seien Suizidopfer. Zählen die etwa weniger? Wer eine Schusswaffe wolle, bekomme auch eine. Wer im Affekt tötet, geht sich nicht zuvor eine Waffe kaufen. Die Waffe diene dem Schutz der Familie, z.B. gegen Einbrecher oder Vergewaltiger. Die Täter bei häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen kommen meist aus der Familie oder dem nahen Umfeld. Die Waffe diene der Selbstverteidigung. Sich mit einer Waffe verteidigen zu wollen ist geradezu tödlich.
Diese und andere dümmliche Argumente wird man wohl noch eine ganze Zeit lang hören, aber die Zeit der Waffenfreunde läuft langsam ab. Gestern hat die Sicherheitspolitische Kommission mit 11 von 13 Stimmen vorgeschlagen, dass Dienstwaffen nur noch ohne Munition zu Hause aufbewahrt werden dürfen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ein vernünftiges Argument für Armeewaffen im Haus gibt es damit aber noch immer nicht. Das von der Waffe ausgehende Drohpotential bleibt bestehen, wie soll ein Familienmitglied wissen, ob die Waffe tatsächlich ungeladen ist?
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Dieses Thema im Forum diskutieren.Ähnliche Artikel:
04. Mai, 2007 um 19:45
Logisch gehören Armeewaffen ins Zeughaus, da muss man nur mal die Opfer zählen, die bei einem Familiendrama erschossen werden.
Aber von der SVP sieht das natürlich wieder einmal keiner.
05. Juli, 2007 um 17:16
Das ist ein Scheiss Blog, da er nur linke Propaganda postet und Argumente der Gegenseite nicht zulässt. Gestern habe ich trifftige Argumente, die für die Aufbewahrung der Armeewaffen zuhause sprechen anbringen wollen und der Blogbetreiber hat sie nicht veröffentlicht.
Dies zeugt von der niedrigen und antidemokratischen Gesinnung des Blogbetreibers. Pfui.
05. Juli, 2007 um 17:41
dein kommentar wurde und ist veröffentlicht. keine ahnung wo das problem ist. spaghetti monster hat dir sogar auf deinen kommentar geantwortet.
Spaghetti Monster schrieb:
04. Juli, 2007 um 17:39 e
“Alex, du hast recht, die Waffengesetze in der Schweiz sind viel zu lasch.
Was dieses Verbot nützen würde, hast du selber geschrieben. Es verhindert Affekthandlungen.
Vielleicht hätte Gerold Stadler, “der unvorbestrafte und angesehene UBS-Bankier” (verehrst du den eigentlich, dass du dem eine ganze Linie mit löblichen Titeln schenkst?), seine Tat trotdem verübt. Obwohl er die Waffe wahrscheinlich im Zeughaus nicht einfach so bekommen hätte. Doch es gibt andere Fälle, bei denen das Verbot etwas nützen würde.”
wer lesen kann ist im vorteil, gell…
05. Juli, 2007 um 22:22
*das hugo-tAem schütze*
Meine Kommentare erlangen immer ihr Posting und sie stellen vermutlich keine linke Propaganda dar.