Das Nazivokabular der SVP ist unartig

SVP__VOKABULAR.jpgSeit beinahe 10 Jahren versucht das hugo-tAëm xenophobe SVP-ler in geschlossenen Entnazifizierungsanstalten beizubringen, dass Nazivokabular bös ist. In diesen Korrektionsanstalten werden fehlerhaft arbeitende SVP-ler-Einheiten zu normal funktonierenden Mitgliedern unserer Gesellschaft umprogrammiert. Bei diesen Integrations- und Resozialisierungsbemühungen wird kaum Gewalt angewandt, es sei denn, es ist wirklich nötig. Die Erfolsquote von 0% lässt leider etwas zu wünschen übrig, aber was kann man von dieser linken Kuschelpsychologie-Methodik auch anderes erwarten.

Wie dem auch sei, der neuste akute Rückfall eines SVP-lers geschah erst vor wenigen Wochen im Tessin. Die Grossratswahlen standen vor der Tür und die SVP brauchte dringend Publicity, steckte man doch seit den letzten Wahlen bei mickrigen 6% Wähleranteil fest. Was kam da gelegener als eine Delegiertenversammlung mit der versammelten SVP-Prominenz. Die Nachrichtenwerte Aktualität und Prominenz waren somit erfüllt, jetzt brauchte es bloss noch nen kleinen Skandal und die Wahlen wären im Sack gewesen, theoretisch. Der ideale Kandidat für diese Aufgabe war auch schnell gefunden: Grossrat Eros Mellini ist begeisterter Anhänger muslimischer Verschwörungstheorien:

„Ich weiss nicht, wer im Hintergrund die Fäden zieht. Ich bin aber sicher, dass die Islamisierung Europas nach einem präzisen Plan abläuft”

Quelle: SVP

Notiz machen: Mellini ist uns auf der Schliche, muss liquidiert werden!

Es erstaunt somit nur wenig, dass ein rational denkender Monsieur wie Herr Eros Mellini im leitenden Ausschuss der SVP ein Plätzchen findet und Wahlkampagnen-Leiter Tessin wurde. Und noch weniger erstaunt es, dass Mellini im Kampf um Wählerstimmen auf Nazivokabular zurückgreift. An der Delegiertenversammlung sprach er von “ausländischen Parasiten, die sich auf unsere Kosten vermehren wie die Kaninchen”.

Das war richtig unartig Eros, böses Eros! Dafür gibt’s 500 Jahre geschlossene Verwahrung in der hugo-tAëm Anstalt für die Entnazifizierung von rückfälligen SVP-lern. Dort sitzt im Übrigen bereits die versammelte Führung der SVP-Zürich ein. Bei der neusten Inseratkampagne klauten die Schlingen nämlich schon wieder bei den Nazis. Das geht jetzt einfach zu weit, wer Ideen klaut und somit geistiges Eigentum nicht respektiert, wird weggesperrt. Das gilt, jetzt mal so nebenbei, auch für alle Betrüger, die unsere Blog-Texte klauen und damit auf unsere Kosten Trillionen verdienen. Wir haben inzwischen weiteres, noch unveröffentlichtes SVP-Propagandamaterial sichergestellt und veranlasst, dass die renitenten SVP-ler mit samt ihrer Familien nach Bekloppthausen ausgeschaft werden. Und achja, Nazi-Eros wurde trotz aller Bemühungen nicht in den Grossrat gewählt und die SVP hat jetzt noch 3% Wähleranteil im Tessin. Und das kommt alles nur davon, wenn man unartig ist!

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  • 16 Kommentare zu “Das Nazivokabular der SVP ist unartig”

    1. David Frey schrieb:

      Auch wenn der Beitrag amüsant geschrieben ist, ist die Argumentation dünn gesäht. Natürlich - gut und recht - ihr zitiert hier einen “bösen” Politiker und stellt ihn als Nazi dar. Eine solche Aussage klingt ganz nett, ist aber nichts anderes als Angstmacherei (was ihr an der SVP ja so verteufelt).
      P.S. Ich will nicht sagen, hinter des islamisierung Europas steckt irgendeine Macht, aber statistisch gesehen leben Ende des 21. Jahrhunderts mehr Muslime als Europäer in Europa. Man kann dies als gut oder schlecht werten, aber das ist keine komisch errechnete Statistik (ich gebe zu, ich musste auch etwas lachen, als ich die Schlüer-Statistik gesehen habe).
      Anmerkung:
      Der Verfasser dieses Textes ist überzeugter Schweizer Patriot, verabscheut die Ideologie des Nationalsozialismus und steht in vielen Fällen hinter der Politik der SVP, ist aber kein Anhänger irgendeiner (Jung)Partei.

    2. Lee schrieb:

      @ Mr. Frey

      Nur zur Erklärung. Muslime sind Anhänger einer Religion. Sie können also genauso gut Europäer wie auch Asiaten, Afrikaner, etc. sein…

      @Hugo-team
      witziger Artikel erhoffe aber auch in Zukunft etwas mehr “Inhalt”

      Trotzdem bin ich ein treuer Leser eurer Seite

    3. David Frey schrieb:

      Lee
      Wo du recht hast, hast du recht (danke nochmals für die nette Definition :D ), aber es ist trotzdem Fakt, dass Ende des 21. Jahrhunderts die Muslime eine Mehrheit sein werden, wenn man der Weltwoche vom 9. Februar 2006 Glauben schenkt. Man interpretiere dies wie man will, da aber die SVP eine der einzigen Parteien ist, die dieses Thema offen anspricht und nicht einfach unter den Tisch wischt, verdient sie (meiner Meinung nach) Respekt. Ihr könnt ruhig sagen, “Nazis”, “Rassisten”… doch wenn ihr versuchen wollt Leute von eurer Meinung zu überzeugen, solltet ihr die sogenannte “Islamisierung” besser ansprechen, anstatt sie als Verschwürungstheorie zu degradieren. Natürlich könnt ihr es auch unterlassen, es ist euch anscheinend auch besser gegeben, euch einfach darüber lustig zu machen.
      Man merke sich auch, dass der Politische Erfolg einer Partei oft auch durch das Versagen anderer Parteien herbeigeführt wird.

    4. Jou schrieb:

      Die Weltwoche ist ja mehr oder weniger offiziell ein SVP-Blatt, wenn ich etwas sage was im Beobachter stand ist auch klar dass es etwas Linkes ist ;)
      Weltwoche-Chefredaktor ist ein guter Kumpel von BR Blocher.

    5. Dildo schrieb:

      Rechtsextreme Psychopaten wie Schlüer und einige andere beschwören das Bild eines islamisierten Europas.
      Es gibt Politiker die Angst sähen, gute Vorschläge haben sie keine. Früher war es die Bedrohung durch den Kommunismus welche für Schwarzmalereien herhalten musste. Es wurde “Reisefreiheit” etc. gefordert, von Kreisen die heute das pure Gegenteil verlangen (z.B. waren sie gegen die PERSONENFREIZÜGIGKEIT) Haben sie diese Abstimmungen verloren zeichnen sie das Bild der „bedrohlichen“ Islamisierung Europas. Sie verbreiten damit (Fremden)-Angst und Schrecken aber keine Lösungen. Wollen sie auch nicht!
      Hier wäre eine Lösung: All die christlichen islam- und Fremdenhasser sind dazu aufgerufen sich wie die Kaninchen zu vermehren damit ihre Prophezeiungen nicht zur Tatsache werden! Das Motto der SVP-Kampagne könnte heissen: Vögeln für die Heimat!

    6. hugo-tAëm schrieb:

      1) wir stellten eros mellini nicht als bösen rassisten dar, das hat er gleich selbst übernommen. und dass svp-ler wie schlüer und etter kontakte zu rechtsextremen pflegen ist öffentlich bekannt, dass die svp rechtsextreme quellen zitiert und von diesen selbst zitiert wird ebenso. dass die svp nazivokabular und nazisymbole in ihren kampagnen verwendet ist leider auch tatsache.

      2) zwischen subjektiv wahrgenommene probleme sachlich ansprechen und den svp angst- und heztkampagnen besteht ein kleiner unterschied. die svp ist daher nicht teil der lösung, sondern teil des problems, da sie schweizer und ausländer gegeneinander aufbringt. bei der politik der svp (wir provozieren und polarisieren, die anderen sollen dann das problem lösen) ist es schon fast verwunderlich, dass hier nicht mehr autos und kirchen brennen. oder ist es wirklich notwendig osteuropäer pauschal als kriminell darzustellen, afrikaner als faul, invalide als simulanten, linke als landesverräter, liberale als weichsinnige, muslime als terroristen… hatten wir doch schon alles mit den angeblich geldgierigen juden.

    7. einLinker schrieb:

      Ja, es ist tatsächlich so, dass SVPler Ausländer und Schweizer gegeneinander aufhetzen.
      Die SVP macht allen immer angst vor den “bösen” Ausländer, damit bewirkt sie meiner Meinung nach, dass die Leute gar nicht erst versuchen, mit den Ausländern zusammenzuleben, sondern sie gleich ablehnen, aus Angst.
      Ihre Vorurteile bringen ihnen nichts ausser Ärger und Jubel von ein par Ideoten (den Rechten).Mal ganz abgesehen davon, dass sie überhaupt nicht stimmen.

    8. M schrieb:

      Wieso kommt mir die Argumentation der SVP nur so bekannt vor? Ist es wegen der linken Geschichtsschreibung (Kapitel “Das dritte Reich”)? Oder ist es die Ähnlichkeit der Wahl- und Abstimmungsplakate mit denen der NSDAP?

    9. Thomas schrieb:

      Derzeit fährt die SVP Genf eine Kampagne gegen Lesben und Schwule, in der sie auf Plakaten wieder einmal von Nazi-Vokabular zehrt. Man will den Homosexuellen «Steuergeschenke» vorenthalten (wo sich die SVP doch sonst immer für Geschenke an die oberen Zehntausend der bürgerlichen Cüpligesellschaft einsetzt), nur weil sie «inféconds» und angeblich «aisés» seien. Dass man den Homosexuellen unterstellt, sie seien alle «wohlhabend», erinnert doch an den Umgang mit dem Stereotyp des «reichen Juden». Und dass Homosexuelle «unfruchtbar» seien und deshalb zum Gedeihen der Gesellschaft in keinerlei Hinsicht beitragen würden, hat man im Dritten Reich auch schon gewusst…

    10. hugo-tAem schrieb:

      gibts einen link zur kampagne?

    11. gdk schrieb:

      Dies ist jedenfalls der Link zum Video von SF…

    12. St. Patrick schrieb:

      @david Frey: Und wo bitte ist das problem wenn am ende des 21. Jahrhunderts mehr Muslime leben als Europäer?? sind wir deshalb in gefahr? Es gibt nicht nur fundamentalistische Muslime. sondern auch normale mit dennen man reden kann.

    13. einLinker schrieb:

      Ja, ich frage mich auch, wo da das Problem ist.

    14. M schrieb:

      @Thomas: Das ist ziemlich ungeheuerlich, v.a. weil es offenbar niemanden interessiert. In anderen Ländern würde bei ähnlichen Kampagnen wohl ein Aufschrei durch das Land und die Medienlandschaft gehen.

      Aber wie heisst es so schön: “Wer die Geschichte vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen.”

      Irgendwann wir es wohl, dank SVP, salonfähig werden, den Holocaust als Lüge zu bezeichnen und in Abrede zu stellen. Dass die Herren Schlüer und Blocher ihre Verbindungen mit dem Apartheit-Regime in Südafrika unter den Teppich kehren, ist nur der erste Schritt dazu.

      Aber es ist noch nicht zu spät. Herr Blocher, Herr Schlüer und die anderen Herren der SVP: Sie können Sich jederzeit öffentlich von dem braunen Gesocks und ähnlichem Gesindel distanzieren und deren Handlungen verurteilen.

    15. SVP Werte und Wahlen 2007 schrieb:

      […] Schürung von Ausländerangst, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. […]

    16. Anti-SVP Blog » Blog Archive » Wo gibt es die debilsten JSVP-ler? schrieb:

      […] Aber JSVP-ler sind bekanntlich schon seit langem immer wieder gut für debile Aktionen. Mal betreiben die Walliser Wahlkampf gegen Ausländer mit Bin Laden, mal die St. Galler mit Adolf Hitler und ab und zu wird einer der Jung-Kriminellen wegen Betrug oder dem Klauen des Parteikässelis verurteilt. Im Berner Stadtrat vergleicht JSVP-Präsident Erich Hess Asylanten mit Ameisen und lässt am Pub-Festival besoffene Jugendliche eine JSVP-Mitgliedschaftserklärung unterschreiben. In Zürich schliesslich sammelt die JSVP emsig Unterschriften gegen das Verbandbeschwerderecht, wobei seltsamerweise sogar Tote unterschreiben. Aber auch sonst haben die Zürcher grosse Chancen auf den Titel debilste JSVP-Sektion. Legendär ist ihr primitivo Comic “Bananien” in welchem sechs von sieben Bundesräten als Verräter, Fürze und Microhirne bezeichnet werden. Da der komplette Vorstand der Zürcher JSVP am Text gefeilt hat, mangelts freilich auch nicht an absurden Unterstellungen und sexistischen Anspielungen. Und da man bei der SVP bekanntlich keine Hemmungen hat sich an Nazivokabular zu vergreifen, vergleicht man den “Blick” kurzerhand mit der Nazizeitung “Stürmer”. […]

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