Ueli Maurer erklärt “Fakten”
Was rauskommt, wenn SVP-ler mit Statistiken spielen, ist hinlänglich bekannt (150% Muslime; Workshop Medienmanipulation). Viel daraus gelernt hat Ueli Maurer aber offenbar nicht, wie man im neuen Wahlvideo (Film wählen –> Schweizer Werte) des SVP-Präsidenten sehen kann.
Das Satireblog Lupe kommentiert die neuerliche Wählermanipulation folgendermassen:
wie man aus zahlenmaterial eine grafik erstellt, überfordert den svp-präsidenten ebenfalls. so soll die grafik (oben) darstellen, dass der ausländeranteil im jahre 1990 rund 16.4% betrug, heute über 20%. ist der gelbe balken also 16,4% gross und der rote die restlichen 4% oder steht maurer bei 0%, oder …
Im Blog der CVP-Luzern hat man Uelis Balken etwas genauer angeschaut und festgestellt:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und entsprechend bleibt wohl auch den Wählern der rote Balken besser in Erinnerung als die Zahlen. Dieser aber stellt einen Anstieg des Anteils auf ca. 140% dar. Ist da vielleicht ein Fehler bei der Produktion des Videos passiert? Oder versucht die SVP gar mit Absicht den Wähler zu manipulieren? Ach nein, die vielen Ausländer hatten wohl einfach keinen Platz mehr auf dem Bild!
Siehe auch: eMeidi
Dieses Thema im Forum diskutieren.Ähnliche Artikel:
10. Mai, 2007 um 01:39
mein erster kommentar hier:
ich finde es schlimm, mit wievielen lügen und halbwahrheiten seitens der svp um sich geworfen wird, aber seit ich diese seite entdeckt habe bin ich mir sicher, das alles gewollte manipulation ist. ich bin deutsche und lebe schon lange in der schweiz. ich kenne viele svp wähler, die eigentlich nicht dumm sind, aber die taktik unbewusste ängste anzusprechen scheint zu funktionieren.
diese netten “filmchen” kann man schon suggestiv nennen. etwas brennt sich durch mehrfache wiederholung im unterbewusstsein ein.
ich muss immer wieder denken, das ich diese propagandatechniken schon aus einem dunklen kapitel der geschichte meines landes kenne.
10. Mai, 2007 um 13:04
@nadja
Ach komm, so schlimm waren die Jahre unter Schröder doch auch nicht.
11. Mai, 2007 um 22:31
Die gute alte Angst ist nicht schon seit den Nazis ein probates Mittel um Menschen zu etwas zu zwingen. Sei es Angstmache der Politiker um Wählerstimmen zu gewinne, sei es die Angst vor der Entlassung, die einem zur Lohnkürzung schweigen lässt oder sei es Angst vor Gewalt, die einem schweigen lässt, wenn man stattdessen aufstehen und für die Schwachen einstehen sollte.
Und genau falsch wie die Basis von gewissen Ängsten, sind auch die Methoden der Mächtigen (in diesem Beispiel der SVP) um Angst zu erzeugen.
Drum: Wer keine Angst hat, muss nicht SVP wählen.
(Und wer Angst vor dem Klimawandel hat, soll grün wählen und mit dem Velo zur Arbeit gehen).
12. Mai, 2007 um 10:28
Ja, genau, die SVP kann gegen den Klimawandel nicht viel machen, da muss man schon die grünen wählen.
Und das mit der Angst ist wirklich so: Die SVP versucht uns Angst vor Ausländern einzujagen und sagt, dass wir keine Angst mehr von ihnen haben müssen, wenn wir die SVP wählen.
So ein Schwachsinn!
Ohne die SVP gäbe es wohl weniger Konflikte. Wenn es keine rechten mehr gäbe, gäbe es keine Neonazi-Probleme, die Ausländer könnten sich besser integrieren, wenn es nicht diese rechten gäbe, die sich stur gegen die Ausländer versetzen würden.