Nachtrag SVP-Schlappe in Luzern
Wenn sich Deutsche in der Schweiz über SVPler lustig machen, klingt das dann so. Wirklich amüsant!
Im schweizerischen Kanton Luzern wurde im Mai eine neue Kantonsregierung gewählt. Dies muss man sich vorstellen, dass eigentlich weitgehend feststeht, welche Kandidaten gewinnen. Diese gehen dann so etwas, wie eine Koalition ein, wobei eigentlich eine sog. Konkordanz besteht, man könnte dies mit einer Treuepflicht am ehesten übersetzen. Na ja, selbst in der Bundesregierung gibt es da einen, der sich nicht unbedingt daran hält.
Wider erwartens fällt der Kandidat der SVP durch und wird daher sein seit 2 Jahren besetztes Ressort nicht mehr besetzen. Ein SVP-Offizieller wird darauf hin gefragt, ob er dies als eine schallende Ohrfeige des Wählers erkennen würde ? Dieser antwortete, dass die Abwahl seines Parteifreundes keinesfalls eine Schlappe wäre, sondern ein Wählerauftrag und die Bestätigung, dass die bis vor zwei Jahres geführte (Oppositions-)politik bewährt weitergeführt werden solle.
Hierbei kommt mir in den Sinn, dass die Abwahl des US-Präsidenten Jimmy Carter (pardon, es war keine Abwahl, er wurde nicht wieder gewählt, sonst wäre es ja ein Impeachment gewesen) eben nicht das Ende seiner Präsidentschaft bedeuten würde, sondern das Lob der Wähler für seine Verdienste in der Erdnussindustrie und dem Auftrag des Wählers, sich weiterhin der Zucht von Erdnüssen zu widmen.
Aufgeschnappt bei Stefan Friedbergs Blog
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