Sohn von SVP-Politiker verprügelt SP-Politiker
Jugendgewalt bei SVP, wer heute Zeitung liest, kommt aus dem Staunen nicht heraus:
Drogen, Gewalt und Vandalismus: Der Sohn eines St. Galler SVP-Kantonsrates verhält sich wie das perfekte Feindbild der Law-and-Order-Partei. Im Suff brach er SP-Politiker Etrit Hasler die Nase.
Quelle: 20Min
Der Vorfall ereignete sich bereits im letzten Jahr, wurde aber erst jetzt öffentlich. An einer privaten Party beschmierte der 20-Jährige Sohn eines St. Galler SVP-Kantonsrates die Wand mit einem Filzstift. Es kommt zum Streit, indem sich der anwesende SP-Nationalratskandidat Etrit Hasler (29) schlichtend einschaltet. Der stark angetrunkene SVP-Junior reagierte offenbar extrem aggressiv: Zeugen berichten, wie er Hasler mehrere so genannte Schwedenküsse verpasste und ihm schliesslich einen Aschenbecher auf den Kopf schlug. Der in der Szene auch als Slam-Poet bekannt gewordene Hasler erlitt einen Nasenbeinbruch und erstattete daraufhin Anzeige.
Der SVP-Schläger kommt im August vor Gericht. Seine Verurteilung ist so gut wie sicher, ist der SVP-Junior doch bereits mehrfach negativ aufgefallen. Letzten August soll er einen Raubüberfall verübt haben, auch damals griff er sein Opfer mit einem Kopfstoss an. Verteidigt wird das rabiate Bürschchen vom eigenen Vater. Dieser bestreitet den Vorwurf des Raubes, glauben wird ihm der Richter kaum. Sein Sohn ist mehrfach vorbestraft. 20Minuten schreibt hierzu passend:
Mit Vorstrafen wegen Tätlichkeiten, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Drogen- und Vermögensdelikten bewirtschaftet jener sämtliche Lieblingsthemen der SVP.
Wir warten wie immer gespannt auf die dringliche Medienmitteilung der SVP wegen ausufernder Jugendgewalt
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28. Juni, 2007 um 10:31
Gleich sofort alles verallgemeinern (habe ich von Atem gelernt, macht Spass und in diesem Fall kommt stimmts sogar):
Das ist eine typische SVP-Familie:
Die Jungen schlagen politisch anders Gesinnte, randalieren und rauben.
Die Älteren luegen alles. Sie predigen dass Jugendgewalt ein enorm grosses Problem ist und nur die SVP das lösen kann, dabei versagen sie schon beim eigenen Nachwuchs.
Ich meine man kann diesem 20jährigen gar nicht mal all zu böse sein. Er wurde so erzogen, dass politisch anders Gesinnte weniger wert sind. Seine Partei zeigt das jeden Tag auf. Dann noch ein Bisschen Alkohol und schwupps schon ists passiert. SVP-Werte eben.
Ausweisen, sammt Familie, sofort.
28. Juni, 2007 um 20:24
Ich würde sogar darauf wetten, dass diese Episode von der SVP in keiner Wiese auch nur erwähnt wird. Ein guter alter Trick (nicht erst seit der SVP): wenn man lange genug etwas todschweigt, dann wird es auch vergessen.
Oder vielleicht auch in Schlüer-Manier (als er auf seine ehemaligen Verbindungen zum Apartheid-Regime in Südafrika angesprochen wurde): “Das sind jetzt doch alte Geschichten. Die sollte man in der Schublade ruhen lassen.”
Diese Antwort gebe ich das nächste Mal auch, wenn die Steuerrechnung vom letzten Jahr kommt.
28. Juni, 2007 um 22:09
Apropos Schlüer: Der ist mir der Unsympathischste. Für mich der absolute Inbegriff der SVP. Neutralität predigen aber mit dem Apartheid-Regime Handel treiben.
Gabs eigentlich schon mal eine Umfrage: Welche SVPler ist euch am unsympathischsten? Wäre noch interessant.
02. Juli, 2007 um 19:53
Komisch, gemäss SVP machen solche Sachen doch nur Ausländer…
Nein, Scherz bei Seite, natürlich weiss das ganze Schweizer-Folk (ausser die SVP, aber das sind ja Eidgenossen). Nun ja, seis wie’s sei. Dass der Vater alles abstreitet ist meiner Meinung nach logisch, denn diese Vorfälle bringen die SVP in eine verzwickte Lage: Sie behaupten ja, dass Jugendgewalt ein Ausländerproblem sei. Jetzt wo einer ihrer Jungen (und wenn ihr mich fragt, ist er nicht der einzige) so einen Mist angestellt hat und dies bekannt wurde, ist es für sie eine äusserst komplizierte Lage.
Mein Rat deshalb an die SVP:
Hört endlich auf, alle Schuld den Ausländern in die Schuhe zu schieben, öffnet die Augen und seht die Realität, dann könnt ihr das Gewalt-Problem viel besser lösen.
02. Juli, 2007 um 19:54
@Spaghetti Monster
Du hast recht, von diesem Atem kann man in dieser Sicht wirklich lernen.
03. Juli, 2007 um 09:08
@Linker
Vergiss es. Offen sein für andere Meinungen und die Realität ist in den Augen der SVP und den Artverwandten ein Zeichen von Schwäche. Und “richtigi Eidgenosse” sind keine Schwächlinge…
03. Juli, 2007 um 18:13
@spaghetti monster: sone umfrage wäre nicht fair: ich müsste mehrmals wählen dürfen da mir kein einziger sympathisch ist.
11. Juli, 2007 um 11:00
Und weiter gehts:
http://www.20min.ch/news/stgallen/story/15915042
11. Juli, 2007 um 13:18
[…] Sohn von SVP-Politiker delinquierte weiter Anti-SVP Blog: Sohn von SVP-Politiker verprügelt SP-Politiker ignoranz.ch: SVP-ler vor Gericht - die grosse Liste […]
08. Oktober, 2007 um 01:23
Guten Abend,
Könnte es auch sein, dass die Ursache des verteidigenden und verleugnenden Verhalten des SVP-Politiker in einer Vater und Sohn Beziehung liegen und vielleicht nicht politisch motiviert ist?