Trend zum SVP-Wahldebakel verstärkt sich

svp_und_sp_verlieren_waehler_na_large.jpgVor gut einem halben Jahr kündigte Zottel Ueli Maurer 100′000 Neuwähler für seine Partei an. Momentan sieht’s eher nach 100′000 Wählern aus, die genug von der SVP haben.

Das neuste repräsentative Wahlbarometer von gfs-bern im Auftrag der SRG sieht die Anti-Ausländerpartei als grosse Verliererin der nationalen Wahlen 2007. Mit -1.6% gegenüber dem Ergebnis von 2003 dürfte die SVP im Herbst von allen Parteien am meisten Wähler verlieren. Die FDP liegt momentan bei -0.3%, die CVP bei + 0.6%, die SP bei -1.2% und die Grünen bei +3.5%.

Die SVP liegt somit mit einem Wähleranteil von 25.1% noch deutlich vor der SP mit 22.1%, unerfreulich für Ueli Maurers Truppe ist indes, dass die Partei in bloss zwei Monaten 1.1% verloren hat. Die SP hat im gleichen Zeitraum nur 0.5% verloren und die Grünen haben nochmals um 0.2% auf insgesamt 10.9% zugelegt.

Der Trend hin zu einem massiven SVP-Wahldebakel scheint sich erfreulicherweise zu beschleunigen und wird zudem durch eine vor zwei Wochen publizierte Wählerbefragung im Auftrag des “Blicks” bestätigt. Gemäss dieser zweiten Befragung würde die SVP sogar 2.2% verlieren und hinter die SP zurückfallen. Die Grünen werden auch dort mit +2.4% als grosse Gewinner gehandelt.

Quelle: Tagi

Ausführliche Erklärungen werden auf gfsbern.ch veröffentlicht werden.

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  • 11 Kommentare zu “Trend zum SVP-Wahldebakel verstärkt sich”

    1. m schrieb:

      Hmm, man soll den Tag nicht vor dem Abendprogramm loben (oder so ähnlich). Freuen werde ich mich erst, wenn ich die Zeitung am 22. Oktober 2007 aufschlage, und dort diese Ergebnisse dort drin stehen.

    2. Spaghetti Monster schrieb:

      Ist noch eine lange Zeit bis zu den Wahlen, doch momentan sieht es gut aus. Weiter so!

    3. Hugo Schweizer, Gründer des Hugo-tAëms schrieb:

      Nach eigener Logik muesste die SVP nun in einem Zustand panikartiger Angst sein. Die Partei hat in bloss zwei Monaten 1.1% verloren… wenn die so weitermachen, sind das im Oktober bereits ueber 2%, in einem Jahr 6.6%, und in zwanzig Jahren werden es 132% Verlust sein!

    4. Bialystock schrieb:

      @Hugo Schweizer

      Der war jetzt echt gut ;-)

    5. einLinker schrieb:

      Ja, der war echt gut, hoffen wir, dass es auch so wird!

    6. m schrieb:

      @Birkenstock

      Siehst Du, wie bescheuert die Argumentation der SVP ist?

      Apropos Prozent-Rechnen, hier noch ein Witz, leicht abgewandelt für die SVP:

      Sagt der Lehrer im Mathematikunterricht: “42% der Schüler in dieser Klasse können nicht Prozent-Rechnen.” Streckt Klein-Ueli Maurer auf: “Aber Herr Lehrer, so viele sind wir doch gar nicht.” :)

    7. Spaghetti Monster schrieb:

      Da fällt mir noch einer ein:
      Lehrer erklärt Mengenlehre, gibt aber entnervt auf: “Auch die grössere Hälfte von euch kapiert das sowieso nie” :-)

    8. Bialystock schrieb:

      @m

      “Siehst Du, wie bescheuert die Argumentation der SVP ist?”

      Nö, ich sehe einfach einen gelungenen Scherz auf Kosten der SVP.
      Wobei diese bei der “Muslimstatistik” (auf welche dieser Scherz sich offenbar bezieht) selbstverständlich nicht behauptet hat, dass es in der Schweiz einmal über 100% Muslime geben wird. Ja, der Chart war doof, das Problem entspringt aber nicht einfach der Phantasie der Volkspartei. Und natürlich hoffe ich immer noch auf ein schönes Plus für die SVP im Herbst.

      Wir werden sehen.

      PS: Mein Nick ist Bialystock, nicht Birkenstock. Wer lesen kann ist auch hier klar im Vorteil.

    9. m schrieb:

      @Birkenstock

      Nick: Ja schon klar, aber ‘Bialystock’ ist mir zu unbequem zum Tippen, etwa genau so unbequem wie es für die SVP ist, auf Tatsachen zu argumentieren, anstatt einfach nur heisse Luft und Panik zu verbreiten.

      Huch, ich wäre ja der geborene SVP-Wähler. :)

    10. Anti-SVP Blog » Blog Archive » Fight SVP Spam schrieb:

      […] Bei der Spam-Aktion geht es nicht primär um Unterschriften für die Ausschaffungsinitiative, da gäbe es viel billigere Methoden die notwendigen Unterschriften zusammen zu kriegen. Viel mehr führt die von den negativen Umfragewerten aufgeschreckte Partei nun einen verzweifelten Einthemenwahlkampf, um im Oktober nicht als grosse Verliererin dazustehen. Da die SVP bei politischen Problemen wie Altersvorsorge, Gesundheitssystem, Energieversorgung oder Klimaschutz allesamt nicht Punkten kann, müssen wie gewöhnlich die Ausländer als Sündenböcke für ein paar Wählerstimmen herhalten. Die verschickte Hochglanzbroschüre über Ausländerkriminalität und die Ausschaffungsinitiative selbst sind daher reine Wahlpropaganda, wie wir sie seit Jahren kennen. Das emotionale Thema Ausländerkriminalität wird von der SVP in der (Medien)öffentlichkeit seit über 10 Jahren am Köcheln gehalten. Studien von Medienwissenschaftlern zeigen denn auch, dass die Bevölkerung bei intensiver Medienberichterstattung über spektakuläre kriminelle Handlungen eine subjektive Zunahme der gesamten Kriminalität wahrnimmt, selbst wenn die Kriminalität als Ganzes betrachtet in Tat und Wahrheit abnimmt oder konstant bleibt. Leider völlig irrelevant scheint in der gegenwärtigen Diskussion auch die Tatsache, dass es kaum in sicheres Land auf der Welt gibt als die Schweiz. […]

    11. Markus Müller schrieb:

      Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, hat es irgendwo mal geheissen.

    Kommentar: