SVP-ler von moderner Technik überfordert
Am Mittwoch berichtete die NZZ über die Sitzung des Zürcher Gemeinderates. Eigentlich eher langweilig, könnte der geneigte SVP-Blog Leser nun vermuten. Das dem nicht so ist, verdanken wir einmal mehr der grössten, besten, reichsten und aber auch verdächtigsten Partei im Land.
Rund eine Stunde hat es gedauert, bis sich der Zürcher Gemeinderat am Mittwochabend mit substanziellen Geschäften befassen konnte. Vorher war es um die Zuweisung von drei Vorlagen an Kommissionen gegangen - normalerweise eine Sache von wenigen Sekunden. Dabei spielte die SVP eine tragikomische Rolle. (..) Zur Auswahl standen vier gleichwertige Anträge, wer sich mit den drei Vorlagen befassen sollte. Als es um das rechtzeitige und richtige Drücken der Tasten ging, zeigten sich schonungslos die Tücken der Abstimmungsanlage. Verschiedene SVP-Exponenten waren überfordert und hatten weder Prozedere noch Anlage im Griff - und drückten mehrmals unter grossem Gelächter des Rats die falsche Taste im falschen Moment (Anmerkung hugo-tAëm: Jeder darf insgesamt nur eine Stimme abgeben, also nur einmal auf den Knopf drücken, schwierig, schwierig). Immerhin gab es keine Anzeichen, dass jemand für einen nicht anwesenden Kollegen drückte. Der erste Abstimmungsdurchgang musste darum zweimal wiederholt werden, was für Konfusion in der SVP-Fraktion sorgte. Fraktionschef Mauro Tuena massregelte mehrere Kollegen,
und Ratspräsident Christoph Hug belehrte die SVP, wann sie welchen Knopf zu betätigen hätte.
Quelle: NZZ
Dass SVP-Politiker öfters mal bei Abstimmungen überfordert sind, ist im Übrigen nichts Neues: Denn sie wissen nicht was sie tun…
Dieses Thema im Forum diskutieren.Ähnliche Artikel:
10. November, 2007 um 11:37
sie wissen nicht was sie tun. oder tun sie, als wüssten sie nicht?
Arena gestern abend: Toni Brunner, Vice der Hurenpartei, Ständeratskandidat SG (wenns nicht gelingt dann wohl künftiger Parteipräsi)
zur Frage: Sind sie für die Erweiterung der Personenfreizügikeit.Toni Brunner : Ein klares NEIN.!
Jeder weiss, was das für die Bilateralen bedeutet! Ganz wichtig ist Toni Brunners Nein aber für die Gewerkschaften. Diese haben “gedroht” falls die flankierenden Massnahmen, also der LMV nicht umgesetzt würden, allenfalls ein Nein gegen die erweiterte Personenfreizügikeit zu erwägen.
Sowohl der BMV wie die gesamte bürgerliche Polit und Pressewelt haben dies als destruktiven Erpressungsversuch und wirtschaftsfeindliche Haltung angeprangert.
Man merke: Toni Brunner verkündet dieses NEIN blanko in der Arena!
Bin mal gespannt. (Ueli Maurer gibt sich (oder versucht es zumindest) staatsmännisch. Der Nochpräsident verkündete, als Ständeratskandidat neben Brunner stehend ein klares: JA.
Wissen sie nun, oder wissen sie nicht?
13. November, 2007 um 19:10
Frei nach dem Bonmot:
Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?