Neulich berichtete “20Minuten” über einen langjährigen Polizeivorstand, der zwischen 1995 und 1998 das Steueramt hinters Licht geführt hat.
Musikschule, Raucherentwöhnung, ja selbst ausgestellte Verkehrsbussen: Wenns drum ging die Steuern zu senken, kannte der Einfallsreichtum des obersten Polizisten von Eglisau keine legalen Grenzen.
Quelle: 20Minuten
Diese Woche wurde der Gesetzeshüter vom Zürcher Obergericht wegen mehrfachen Steuerbetrugs zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 100 Franken sowie 3000 Franken Busse verurteilt. Die Deliktsumme beträgt rund 50 000 Franken. Was uns “20Minuten” verschwieg, beim Steuerbetrüger handelt es sich anscheinend um den ehemaligen SVP-Gemeinderat Arnold Riedo, wie man aufgrund dieses Artikels im Zürcher Unterländer vermuten muss. Riedo war zwischen 2002 und 2006 Polizeivorstand in Eglisau.
Trotz des laufenden Strafverfahrens amtete der Angeschuldigte zwischen den Jahren 2002 und 2006 in Eglisau als Gemeinderat. Pikanterweise ausgerechnet als Polizei- und Sozialvorstand. Die politische Karriere des gebürtigen Winterthurers fand ein jähes Ende, als die Staatsanwaltschaft im Mai 2006 Anklage erhob und für den Gemeinderat neben einer bedingten Gefängnisstrafe von acht Monaten eine Busse von 3000 Franken verlangte.
Quelle: 20Minuten
Als Tatmotive gab der freche Steuerlümmel Konzentrationsfehler und Übermüdung an. Eine dermassen debile Ausrede kann fast nur von einem waschechten SVP-ler kommen. Die lange liste der kriminellen SVP-ler kann somit um einen neuen Namen ergänzt werden.