Widmer-Schlumpf wird bedroht - SVP weiss von nichts
Gemäss diversen Medienberichten wird SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, wegen Drohungen gegen ihre Person, nicht wie geplant am Sechseläuten-Umzug mitmarschieren. Die Bundesrätin wurde von der Zunft Fluntern als Ehrengast eingeladen. Laut Zunftmeister Felix Müller häuften sich die Drohungen nach dem Dokumentarfilm über die Abwahl von Christoph Blocher. Der Film suggeriert, dass Widmer-Schlumpf an der Strategie zur Abwahl des SVP-Tribuns beteiligt gewesen sein soll. Die Drohungen gingen so weit, dass die Zunft Fluntern die “physische Sicherheit” der Bundesrätin als nicht mehr gewährleistet erachtet.
Die SVP, die seit Wochen Stimmung gegen Widmer-Schlumpf macht, sieht keinen Zusammenhang zwischen den Drohungen und der Blocher-Abwahl. Dass die Beschimpfungen und Drohungen aus den eigenen Reihen stammen, weist SVP-Pressesprecher Hauert als reine Spekulation zurück. Wer sonst noch ein Motiv haben könnte, kann freilich auch Hauert nicht beantworten. Für ihn ist es inakzeptabel, dass jemand Auftritte absage, nur weil die Sicherheit nicht gewährleistet sein solle. Da sich Bundesräte in Sicherheitsfragen in der Regel aber auf Empfehlungen des Bundessicherheitsdienstes (Fedpol) stützen und an den Äusserungen der Zunft von Fluntern kein Grund zum Zweifeln besteht, muss klar von einem relevanten Sicherheitsproblem ausgegangen werden.
Die SVP macht es sich mal wieder sehr einfach. Weil gemäss Hauert keine Drohungen gegen Widmer-Schlumpf bei der SVP eingegangen sind, schliesst man auf die Unschuld der eigenen Schäfchen. Aber mal ehrlich, wenn ich Frau Widmer-Schlumpf eine Briefbombe schicken möchte, würde ich sie auch nicht ans SVP-Sekretariat adressieren.
Zu den Traditionen der Schweiz gehörte es, dass selbst Bundesräte unbehelligt auf der Strasse spazieren konnten, ohne Personenschutz, wie dies in den USA aber auch in Deutschland oder Frankreich üblich ist. Nicht zuletzt dank der jahrelangen Hasskampagne der SVP gegen alle Andersdenkenden, nähert sich das politische Klima immer mehr den rauen Sitten im Ausland an. Die SVP selbst hat mit ihrer Kampagne gegen Widmer-Schlumpf und die Bünder SVP eine vergiftete Atmosphäre geschaffen, in der Drohungen bestens gedeihen. Nicht ohne Ironie ist zu konstatieren, dass ausgerechnet Anhänger der SVP, die sonst die traditionellen Schweizer Werte hochhalten, nun einen ebensolchen Wert und somit auch den Sonderfall Schweiz torpedieren.
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02. April, 2008 um 13:09
Was sollen sie jetzt tun, die Ultra-Parteigänger von C.B.? Wohin mit den abgetragenen Miststöcken von Ueli und Toni und denn gesammelten faulen Tomaten, wenn sie diese nicht nach Frau Widmer schmeissen können? Ein schwieriges logistisches Problem, wird M. Ospel genügend früh frei um ihnen zu helfen dieses zu lösen?
01. Mai, 2008 um 21:01
Ja, dieses Problem ist für die wirklich schwer. Die denken wahrscheinlich so weit, dass sie in die weite nach einem Ort suchen, wo sie selber hingehören, nämlich den Kompost!
01. Mai, 2008 um 21:02
Sorry, ich meinte eigentlich, dass sie den Ort übersehen, wo sie hingehören!