Gratis abzugeben: Seniler SVP-Führer

Die SVP bröckelt am linken Rand. Liberale Berner und Bündner SVPler ziehen nach Jahren endlich die Konsequenzen und verlassen jene Partei, die in den letzten 20 Jahren unter Führer Blocher so weit nach rechts gedriftet ist, dass rechtsnationalen Parteien wie der ehemaligen Autopartei und den Schweizer Demokraten der Schnauf ausgegangen ist und die PNOS erst gar nicht in die Gänge kommt.
Dass liberale Köpfe in der NSVP keine Heimat mehr finden, ist an und für sich nichts Neues. Die regelmässigen Wahlerfolge halfen bis dato aber so manchen schwelenden Konflikt zu überdecken. Trotzdem, bereits vor vier Jahren spalteten sich liberale Basler SVPler von der kantonalen SVP ab, das gleiche wiederholte sich letztes Jahr im Aargau. Das “Forum liberale Mitte“, erst kanpp vor den Wahlen gegründet, erreichte aus dem Stand über 4% Stimmenanteil.

Blochers Abwahl und sein persönlicher Feldzug gegen Widmer-Schlumpf haben das Fass nun offenbar zum überlaufen gebracht. Der Exodus beschleunigt sich. Gestern die Bündner und die Berner, heute folgen die Glarner. Ober der Damm damit bereits gebrochen ist und es zu einer Kettenreaktion kommt und somit zu einer Neuformierung der Schweizer Parteienlandschaft, wird sich zeigen. Sicher ist vorerst nur eins: Christoph Blocher könnte schon sehr bald von der allmächtigen Führerfigur zur Witzfigur verkommen.

In den Fraktionssitzungen ergreift er (Christoph Blocher), der Gast, fast zu jedem Geschäft das Wort. Er bleibt zwar die dominante Figur, den anderen weit überlegen. Doch er wiederholt sich auffallend oft, verheddert sich, sucht nach Worten und Namen. Und sorgt für Ärger, weil er teils uferlos referiert. «Manchmal wird er richtig kindisch. Ich hoffe, es kommt nicht so heraus wie bei seinem Bruder», fürchtet einer, der seinen Namen lieber für sich behält.

Quelle: Tagi

Wenn sich Christoph Blochers geistiger Zustand in den nächsten Jahren parallel zu dem seines älteren Bruders Gerhard Blocher entwickelt, können wir uns auf jeden Fall auf zahlreiche tierische Vergleiche gefasst machen. Interessante Gedanken zum senilen SVP-Führer gibts hier.

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  • 11 Kommentare zu “Gratis abzugeben: Seniler SVP-Führer”

    1. pascal schrieb:

      Aha: Blocher “sorgt für Ärger, weil er teils uferlos referiert”

      Erinnert uns das nicht an einen gewissen kubanischen Berufsrevolutionär?

      ;-)

    2. jaesodu schrieb:

      Dieses etwas gesteigerte Mitteilungsbedürfnis ist kein Grund zur Sorge! Und wie bitte soll er sonst seine Genialität an den Mann bringen? Nicht alle haben die Gnade ‘Tele-Blocher’ empfangen zu können.

    3. Andreas Kyriacou schrieb:

      Halte ich für etwas gewagt, “SVP” und “linken Rand” in ein- und demselben Satz zu erwähnen ;-)

    4. Spaghettimonster schrieb:

      Es geht schneller als man denkt: http://www.20min.ch/news/dossier/widmerschlumpf/story/18018726

    5. meli4democracy schrieb:

      Hihihi

    6. jaesodu schrieb:

      Mörgeli/Blocher das Superteam, wenn der eine anfängt zu reden fällt der andere vom Hocker

    7. Plissee schrieb:

      “Halte ich für etwas gewagt, “SVP” und “linken Rand” in ein- und demselben Satz zu erwähnen ;-)

      Das sehe ich aber genauso SVP und links passen einfach nicht zusammen.

    8. jaesodu schrieb:

      Jetzt ist er ganz durchgeknallt. Anstatt die Tatsache der vielen Blogs auf dem Netz mit C.B. Anbetern, die alle nur drauf brennen sich für Ihn zu opfern und sich zu entleiben, auszunützen und ein Blocher-Verherrlichungs-Portal zu eröffnen, um die Huldigungen und Verklärungen seiner Fans entgegen zu nehmen, was macht das Kalb, er vergrämt seine Anhänger. Das sind doch keine zugelaufenen Bären!!!

    9. Reto schrieb:

      Schon erstaunlich, wie hier wohl unter dem Schlagwort “Kampf gegen die stillose SVP” auf eine Art argumentiert wird, die stilloser nicht sein könnte. Bedenklich, dass Leute vorgeben, einen Missstand bekämpfen zu wollen, und selber exakt gleich handeln. Wer alleine in einer Überschrift einen Menschen als “senil” betittelt und ihn gleichsetzt mit dem wohl grössten Verbracher der Menschheitsgeschichte, welcher 70 Millionen toter Menschen zu verantworten hat, der ist kaum legitimiert, moralisch den Mahnfinger zu erheben, wie Sie es tun. Ich empfinde es als überaus billig, pauschalisierend und feige, sich auf eine solche Art und Weise zu äussern. Sie sind nicht einen Deut besser als diejenigen, die Sie kritisieren. Ich denke, dass wer immer nur hetzt, nicht ernstgenommen werden kann. Fakt ist auch, dass so viele Menschen wie bei keiner anderen Partei die SVP wählten. Man kann nun entweder diese Menschen einfach stigmatisieren und verhöhnen und ihre Sorgen und Wünsche lächerlich machen, oder man könnte sich damit ehrlich und ernsthaft auseinandersetzen und allenfalls argumentativ einen besseren Weg aufzeigen. Sie scheinen sich aber darauf zu beschänken, einfach gegen (anti) etwas zu sein, anstatt überzeugend für etwas einzutreten.

    10. Reto schrieb:

      Nicht denn Mut, konträre Meinungen zu veröffentlichen? Jaja, Anstand nur von den Anderen einfordern, Meinungsfreiheit nur solange, wie sich diese Meinung mit der eigenen Deckt. Wenn Ihr ein ehrliches Forum währt und nicht einfach eine Hassseite gegenüber Andersdenkenden, dann würdet Ihr auch gegenteilige Meinungen veröffenlichen. Aber ist halt einfacher, beleidigend etwas zu behaupten, als argumentativ einer anderen Meinung zu entgegnen. Bedenklich aber in solchen Kreisen wie den Ihren altbekannt.

    11. auslandschweizer schrieb:

      worüber beklagt der herr sich denn? sein kommentar steht ja für alle lesbar hier drin, inklusive der paar denkfehler, die sich eingeschlichen haben.

      erstens, und vielleicht wichtigstens: der herr weist darauf hin, dass wir hier mit unseren vergleichen und äusserungen nicht besser seien als die leute, die wir beschimpfen. gewiss nicht, andererseits sind wir - zweitens - aber halt auch keine politiker. uns muss niemand zusehen, dem blocher und seinen nachläufern aber müssen alle ihre aufmerksamkeit zollen, egal, ob ihnen dabei eine wahl bleibt oder nicht.
      drittens haben wir, und da wird der herr uns begeistert zustimmen, momentan leider überhaupt gar keine vorzeigefunktion, da die mehrheit auch der jüngeren leute übers pult hängende geifernde pseudopolitiker und verkappte nationalfaschisten spannender findet als einander, da man sich ja irgendwie zu erklären versuchen muss, wie´s denn kommt, dass man noch den letzten linken, von der blatterwiese über das cafe zähringer rund ums seebecken bis hin zum ziegel, nehmen und ihn auf das kleine bisschen bürgerlichen dünkel herunterkonjugieren kann, das ihn unter den dreadlocks und den jamarico-klamotten ausmacht.
      deswegen bleibt viertens noch zu sagen, dass wir, verachtet, unter den teppich gekehrt weil nicht medienwirksam genug, wahrscheinlich das letzte bisschen politische vernunft darstellen, das noch übrig ist…

      … und fünftens dann eben doch eher schimpfen dürfen als die svp.

    Kommentar: