Blocher am Boden

blocher_faellt.jpgVor drei Tagen berichteten wir bereits über Christoph Blochers uferlose Referate an internen Sitzungen. Er verheddert sich, sucht nach Worten und vergisst Namen und Zahlen. «Manchmal wird er richtig kindisch. Ich hoffe, es kommt nicht so heraus wie bei seinem Bruder», beschreibt ein Parteikollege die Entwicklung. Gestern nun folgte der vorläufige Tiefpunkt während einer SVP-Veranstaltung in Zürich:

Während des Referats von Christoph Mörgeli sei es dann passiert. Christoph Blocher fällt plötzlich vom Stuhl, ja, fliegt laut Augenzeuge geradewegs von der Bühne.

Quelle: 20Minuten

Nach und nach erscheint Christoph Blochers Abwahl in einem ganz neuen Licht. Offenbar wollte das Parlament damit lediglich verhindern, dass in der Schweiz bald Zustände wie in Kuba oder vor zehn Jahren in Russland herrschen. Senile Führer wie Fidel Castro und Boris Jelzin wird man erst dann los, wenn sie entweder nicht mehr richtig sprechen können oder bei Ansprachen regelmässig von der Bühne kippen. Und bereits werden aus dem SVP-Führerbunker die ersten Durchhalteparolen ausgegeben. Auf Teleblocher.ch führt man einen alten, etwas verwirrten kleinen Mann vor, der angeblich weder senil noch debil sein soll. Beim nächsten Interview wird Blocher dann wahrscheinlich in einen Trainingsanzug gesteckt.

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  • 9 Kommentare zu “Blocher am Boden”

    1. jaesodu schrieb:

      Fall mal einer nicht vom Stuhl wenn Mörgeli zu reden anfängt. Allerdings wartet Christoph mit dem Umkippen üblicherweise bis er auf einem Podest steht, um nach dem Niedergang mit seinem depperten Grinsen wieder aufzutauchen.

    2. me schrieb:

      HugoItäm setzt wöchentlich die themen fürs blocher tv :-)

      Blocher behauptet natürlich, der “freie fall” sei in allen medien thematisiert worden. (wahr ist. er wurde, wie oben erwähnt, im 20min besprochen)

      Blocher leitet über zum 2. thema: svp-bashing der “bundesratsabhängigen,” also unfreien presse. damit seine schäfchen sich nicht irritieren lassen, empfiehlt er ihnen, blocher tv zu schauen und macht gleich noch werbung für das einzige unabhängige blättchen der schweiz: die völkische woche. (da werde man über die wirklichen probleme und skandale fundiert informiert. :-) )

      als aufhänger fürs bashing: die forderung des staatsanwalts um aufhebung der immunität von toni brunner.

      da geht blocher gleich in die offensive: brunner hätte nur den bericht der subkommission -in welchem es auch um kompetenzfragen und die ungereimtheiten zwischen ejpd-bundesanwaltschaft ging (blocher-roschacher) - blochers generalsekretär eberle vorgelegt. brunner habe wissen wollen, ob stimme, was in diesem bericht stehe………!!!

      für die blocherlämmchen ist das vermutlich eine einleuchtende erklärung.

      blocher würde, wäre er toni brunner, auf die aufhebung der immunität bestehen. da würde dann wohl dreck auffliegen. (er suggeriert damit, nicht etwa dreck im zusammenhang mit brunner/eberle/blocher.

      für mich bedeutet das: blocher benutzt die strategie, angriff ist die beste verteidigung. er tut, als ob brunners “aktenmissbrauch” eine lappalie wäre und versucht so, den skandal vorbeugend schönzureden.

      läppisch, peinlich und gleichzeitig selbstredend. was blocher heute bereits “zugegeben” hat, ist bereits ein skandal.

      was sich dahinter noch verbirgt, muss geradezu monströs sein. so monströs wie man dies bereits im letzten herbst vermuten konnte.

      blochers wöchentliches propagnadagplapper hat zum ziel, den schäfchen wöchentlich die welt zu erklären.

      er erklärt sie und sich auch den “nicht blöckenden” immer sehr gut!

      :-)

    3. Don Quichotte schrieb:

      @me

      Jetzt verstehst auch du wie ich mich fühle :-(

      Jeder meiner Angriffe führt in die Niederlage, aber ich gebe nicht auf.
      Komme was wolle!

      :-)

    4. me schrieb:

      tja. armer don quichotte…

      me hält sich an die mühlen, die langsam, beständig, effizient und nachhaltig treten.
      halt :-)

    5. me schrieb:

      ach ja, don quichotte…

      es kann nicht schaden, noch einmal darauf hinzuweisen, was hier bereits vor einem jahr so alles “vermutet” wurde.

      meine these damals:

      die gpk untersucht die affäre blocher-roschacher.
      brunner bedient blochers generalsekretär eberle laufend über den aktuellen stand.
      eberle, blochers langjähriger weggefährte und treuer helfer zieht mörgele mit ins boot. dieser wiederum köppelt. brunner, eberle, mörgeli und köppel, die viererbande (mit mitwissern und helfershelfern) entwerfen die wahlstrategie.

      die geheimplanhysterie wird geboren. eine offensive abwehrstrategie.
      die gpk steht unter dauerspionage und wird in die falle gelockt.
      frau meier-schatz wird demontiert, blocher vom “geheimplan” überzeugt, das volk emotionalisiert.

      die affäre blocher-roschacher damit (vordergründig) entsorgt, die parteien als blochergegner und intriganten (antivolk) verleumdet.

      mit dem marsch auf bern hat man den höhepunkt der polarisierung erreicht. (darüber werden wir noch einige male zurückkommen)

      der bericht des professors wurde richtiggehend unterschlagen. blocher selber scheint ihn nicht im geringsten zur kenntnis genommen zu haben.

      das ablenkungsmanöver schien gelungen, die wahlen sind gar damit gewonnen worden.

      nicht eingeplant war die abwahl. und damit der verlust der kontrolle über den verlauf der weitern untersuchungen.

      deshalb dann die massive attacke auf frau widmer-schlumpf. eine nicht kontrollierbare und nicht korrumpierbare svp frau.

      die angst grassiert bei den herren. unübersehbar.

      die “läppischen handlungen” (blocher) also die verniedlichung von toni brunners “spionage” (rechtsstaatlich eine monströsität) kann nur als abwehrstrategie gewertet werden.

      eine läppische allerdings.

      :-)

    6. jaesodu schrieb:

      die “läppischen handlungen” (blocher) also …

      Immer gemäss dem SVP-Motto aus der Fledermaus
      ’s ist mal bei uns so Sitte, Chacun à son goût!

      Aber jetzt muss ein Kopf rollen, sicher nicht der des armen Toneli, aber der TCS hat ja schon den von Bastien Girod vorgeschlagen, dem können alle Bürgerlichen zustimmen. Problem gelöst, Sündenbock gefunden.

    7. me schrieb:

      wenn me nsch nach wochen ins heimische land zurückkehrt, hat me nsch was zu schmunzeln. und wie :-)

      es muss ein kopf rollen. diesmal haben sies geschickter angezettelt…geschickter aber nicht geschickt genug. wär ja auch erstaunlich mit einem blochi und einem toneli als vordenker…

      man hat zumindest erkannt, dass die “enthüllungen” nicht mehr ausschliesslich in der völkischen woche erscheinen dürfen. man füttert also die hungrigen journis der sonntagszeitung mit einigen ködern. die affäre nef (nicht so wesentlich für die svp) soll sich zur affäre schmied entwickeln. dämlicher, typisch blocherscher gfätterliquatsch. levrat etc. spielen etwas mit. es sei ihnen gegönnt.
      toneli moniert, blochi sollte das vbs übernehmen. wer könnte den sonst die schweiz retten…die armee. hä?

      (blochi hat seine undurchsichtigen, halbseidenen chefbeamten direkt in sein ehemaliges departement mitgebracht und dort ein unglaubliches chaos (rechtsfreier raum) an und eingerichtet. man stelle sich vor, was der mann im vbs alles anzetteln würde…

      natürlich ist die wunsch und oder strategische wahnvorstellung des toneli so abartig absurd wie sein glaube an den “retter”.

      quintessenz: während die glatzköpfe auf dem rütli die 1. august rede ihrers führes zelebrieren (erneuerung des rütlischwurs) toneli, silvia und der stöffi auf sämis kopf zielen, die medien das drämchen täglich ausschmückend breittreten, können wir uns getrost den wichtigen dingen des lebens zuwenden. blochers sind einmal mehr gefangene der träume ihrer kleinen welt. subkulturgeschädigte sozusagen.

      blochi wird nie zurückkehren. wir können ihn uns schlicht nicht leisten.

      wahnsinn ist unökonomisch.

      der mann hat ja sein tv. dort kann er ja seinen messianschen zug ausleben. ein gfätterlischullehrer der mit seiner depperten basis sein “grandioses wissen” teilt.

      diese sendungen sind witziger als jede noch so gekonnte satire. vermutlich weil es eben realsatire ist.

      chacun à son goüt.

    8. auslandschweizer schrieb:

      wobei man trotz dem eher abgewrackten eindruck, den die partei im moment macht, maurer zum zürcher parteipräsidenten machen will und blocher wieder als potentiellen bundesrat “handelt”… riecht doch alles ziemlich stark nach: oh shit, die ganzen spinnerten manöver haben´s nicht gebracht, machen wir wieder alles so wie vorher! aber die güllensuppe auslöffeln, die sich der zürcher stammtisch da eingebrockt hat, wird wohl ein ganz klein wenig schwieriger werden…

      ist doch wild, wie im moment alles “vergheit” da. die wahlen hat man letztes jahr zwar gewonnen, aber seither ist absolut NIX mehr los bei der svp. man würde denken, so ein sieg trägt; aber da hat man bloss zwischen parlaments- und bundesratswahlen ein bisschen das maul aufgerissen, und dann kam da gar nichts mehr. nichts nennenswertes, jedenfalls. dass ueli als ständerat bös abgeseilt worden ist, spricht für sich - man erinnere sich an die zeiten, wo fdp-svp-duos schlicht IMMER in die kleine kammer kamen, wo vreni spoerri in trauter einigkeit mit svp-exponenten einem vom plakat runter angst machte und nichts die herrschaften davon abhalten konnte, ´s mal wieder hinzukriegen.
      aber das ist jetzt ja vorbei, gell. man hat halt alle ein bisschen zu sehr angeschissen und sitzt jetzt zwar mit dem massivsten partei- und stimmenkern da, den die schweiz je gesehen hat, kommt aber jenseits der entsprechenden prozente wegen des eigenen blöden getues an die wähler nicht mehr ran, die früher aus noch anderen als reinen blochertreue- und populistischen gründen für die partei gestimmt haben. der parteivorstand wird sich zusammen mit besagtem kern zwar immer gut drum kümmern, dass die herrenriege eine plattform zum schreien hat und diese auch behält (ich wette, an einen der zehn oberen listenplätze zu kommen ist bei der svp eher eine extremsportart als irgend was anderes), aber substanz hat da nichts mehr. man hat es vorgezogen, die parteipolitik landesweit auf ein paar wenige figuren einzuschiessen, als aus dem wahlsieg irgendwelche dauerhaften vorteile zu ziehen: gewonnen und alles aus dem fenster geschmissen. da kommt man sich sicher verdammt blöd vor…

    9. Louis schrieb:

      Ich lese seit einiger Zeit dieses Weblog. Mein erster Kommentar hier passt leider auch nicht wirklich zum Thema.

      Aber das Bild dürfte ein bisschen mehr Abstand zum Text haben. Ist extrem schwer zu lesen. Wenn Interesse besteht gebe ich gerbe einen Tipp, wie das geht.

      Louis

    Kommentar: