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Luzerner SVP-Kantonalpartei kurz vor Ausschluss

(4 posts)
  • Vor 4 Monate von Spaghettimonster gestartet.
  • Letzte Antwort von hanu.

  1. Spaghettimonster
    Mitglied

    Lange schien alles beim alten. Die SVP würde auch diesesmal den äusserst erfolgreichen bilateralen Weg der Schweiz attackieren und somit der Schweiz, für zwei/drei Parteistimmen, ein weiteres mal bewusst schaden. Stolz leierte Brunner die mühsam auswendig gelernte Mitteilung der SVP-Homepage herunter: "Man werde sich den diversen demokratischen Beschlüssen der Parteibasis stellen und gegen die Erweiterung der Personenfreizügigkeit das Referndum ergreifen. *dämliches Lachen*." (sinngemäss)

    Doch Blocher, der Fells in der Brandung der Gutmenschen, Weicheier, Verräter, Blinddärme und andere welche das Land vorwärtsbringen wollen, bockt wie Zottel in seinen besten Tagen. Der Schock über die Niederlage der letzten Volksabstimmung, welche zum Ziel hatte, in der Schweiz die Willkür einzuführen, sitzt noch tief. Blocher und sein Filz butterten Millionen in Propaganda, welche sie mit einer anderen Volksabstimmung verbieten wollten, genützt hats nichts.
    Solch eine schlechte Investition hatte Blocher wohl erst einmal getätigt: Sein Versuch Propanda per Tageszeitung zu verbreiten, scheiterte kläglich: Er wirschaftete das Bündner Tagblatt herunter; als er es abstosste, musste er sogar noch draufzahlen.
    Nie wieder wird sich Blocher wahrscheinlich schon da gesagt haben, und tatsächlich, er scheints heute gelernt zu haben: Vor zwei Wochen liess Blocher verlauten, er "empfehle" der SVP das Referendum gegen die Erweiterung der Personenfreizügigkeit nicht zu ergreifen. Dies geschah offenbar völlig unabgesprochen mit der Parteileitung: Brunner zitierte kurz darauf zum x-ten mal sein oben erwähntes Sätzchen.

    Vor wenigen Tagen das zu Erwartende. Die Parteileitung kuscht vor Blocher. Brunner verkündete breit grinsend irgendswelchen Stuss von Tötengräberei und natürlich darf auch das Wort Verrat bei einem SVP Exponenten nicht fehlen. Langes Grinsen, kurzer "Sinn": Die SVP wird das Referendum nicht ergreifen, die anderen sind schuld. Kein Wort mehr von den demokratischen Entscheidungen der Basis.

    Doch das Ueberraschende kommt jetzt: Obwohl Blocher in seinen Hobby-Filmchen verordnet hat, dass ein Referendum nicht ergriffen wird, rumorts in der Basis. Man sei entäuscht von Blocher, ist wohl das Netteste, was man heute von SVP Anhängern hört. Herr Standard S. Vaupélèr meint dazu mit ausländischen Ackzent: "Blocher isch verweilicht. Also ich noch erlichtert ibürgeret wördä bin, do hät er sis Sackmesser no gha. Diä Blinddärm bim Bundesrot sind schuld, diä hend verrotä." Sinn macht diese Aussage freilich wenig, doch interessant ist, was Herr Faupélèr noch anfügt: "Wenn das so wieter goht, gang ich zruck zu PNOS und mach mir wieder Glatzä!"

    Genau dies wird wahrscheinlich zum Problem der SVP. Blochers Order, kein Referendum zu ergreifen, macht wieder Platz am rechten Rand der Parteienlandschaft. Viele der Leute, welche die SVP von rechtsradikalen Parteien mühsam abgeholt hat, könnten die Partei wieder verlassen.

    Die SVP Luzern wehrt sich gegen den drohenden Mitgliederschwund. Sie will an der Delegierten Versammlung doch noch ein Referendum durchdrücken. Chancen hat sie damit sehr schlechte, weiss doch jeder: Was Chrigi B sagt, das gilt, zumindest in der SVP.

    Sollte das Referendum tatsächlich nicht ergriffen werden, so will die SVP Luzern kantonal gegen die Personenfreizügigkeit vorgehen. Blocher wird sich solche Befehlsignoration natürlich nicht gefallen lassen, die SVP Luzern wird Blochers Rache zu spüren bekommen. Als sich eine einzelne Person Blochers Wille nicht beugte, wurde die dritt grösste Kantonalpartei ausgeschlossen. Was wird wohl passieren, falls sich eine ganze Sektion gegen Blochers Wille stellt?

    Posted 4 Monate ago #
  2. hanu
    Mitglied

    "Was wird wohl passieren, falls sich eine ganze Sektion gegen Blochers Wille stellt?"
    Ganz einfach, dann werden Toni und Christoph ausgeschlossen.

    Posted 4 Monate ago #
  3. ulrichschluer
    Mitglied

    Ist ja gewollt, der Vorwurf der Steuerung von oben soll aufgehoben werden indem nun die Basis das Referendum trägt – wenn die SVP entscheidet beim Unterschriftensammeln zu helfen aber offiziel das anliegen nicht mitträgt ist das einfach ein bauernschlaues manöver.

    Posted 4 Monate ago #
  4. hanu
    Mitglied

    Blocher könnte beim Zustandekommen des Referendums gezwungen sei, dieses bei der Abstimmung zu bekämpfen. Ein bisschen EMS Geld hier, ein bisschen EMS Geld da.

    Posted 4 Monate ago #

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